





ÜBERJAZZ Festival
Samstag
Vergangene Termine
01.11.25
19:00
ARTISTS A-Z
Adrian Younge ist Produzent, Multiinstrumentalist und Klangarchäologe, der die Idiome Schwarzer Musik von Jazz und Soul über Hip-Hop bis zu brasilianischer MPB miteinander verschränkt. Neben Soundtracks wie der Blaxploitation-Hommage BLACK DYNAMITE (2009) hat der 1978 geborene Musiker eine Diskografie von über 60 Alben vorzuweisen, darunter Produktionen mit Ghostface Killah, Tony Allen sowie Bilal und Gary Bartz, die beide ebenfalls beim ÜBERJAZZ Festival auftreten. Zuletzt veröffentlichte Younge 2025 auf seinem Label Jazz Is Dead die Alben SOMETHING ABOUT APRIL III und ADRIAN & SAMANTHA, auf denen brasilianischer Gesang auf Orchester, Synthesizer und Breakbeats trifft.
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Bilal gehört seit seinem Debüt 1ST BORN SECOND (2001) zu den markantesten Stimmen des US-Neo-Soul. Der Grammy-Gewinner verknüpft Soul, Jazz und elektronische Experimente und arbeitete u. a. mit Erykah Badu, Robert Glasper und Kendrick Lamar. Das New York Magazine schrieb über seine Stimme: »The closest thing to Prince’s … remains breathtaking in action.« Nach seinem Auftritt beim ÜBERJAZZ Festival 2014 kehrt Bilal mit seinem sechsten Studioalbum ADJUST BRIGHTNESS zurück nach Kampnagel.
Die in New York geborene und im indischen Tamil Nadu aufgewachsene Multi-Instrumentalistin und Sängerin ganavya zählt zu den herausragenden neuen Stimmen zwischen spirituellem Jazz und südasiatischer Tradition. Für ihr jüngstes Album DAUGHTER OF A TEMPLE, erschienen 2024 auf Nils Frahms Label LEITER, arbeitete ganavya u. a. mit esperanza spalding, Vijay Iyer und Shabaka Hutchings. Inspiriert von Alice Coltrane und der Harikatha-Tradition verbindet es Stile und Welten zu einem zutiefst spirituellen Sog aus Klängen und ganavyas eigener Stimme, über die The Guardian 2023 schrieb, sie habe »eine zarte emotionale Wucht, die selbst Stoiker zu schluchzenden Wracks machen kann«.
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Gary Bartz, legendärer Altsaxophonist und NEA Jazz Master, prägt seit über sechs Jahrzehnten den modernen Jazz und hält zugleich das Erbe afroamerikanischer Musik lebendig. Der zweifache Grammy-Gewinner spielte mit Charles Mingus, Art Blakey und Miles Davis; als Bandleader veröffentlichte er über 45 Alben, darunter das wegweisende »Harlem Bush Music«. 2025 präsentiert der Grenzgänger zwischen Hard Bop, Soul-Jazz und spiritueller Improvisation sein erstes Studioalbum seit über einem Jahrzehnt – produziert von Om’Mas Keith, der u. a. Frank Ocean, Erykah Badu und John Legend produzierte. Auf Kampnagel spielt er mit seiner 1969 gegründeten Formation NTU Troop. Ntu, ausgesprochen »into« ist in der Bantusprache ein gemeinsamer Nenner für alle Dinge: Zeit und Raum, Lebendiges und Totes, sichtbare und unsichtbare Kräfte).
Der US-amerikanische Multiinstrumentalist Kahil El’Zabar gehört mit seinem 1973 gegründeten Ethnic Heritage Ensemble zu den Vorreitern des afrozentristischen Spiritual Jazz. Zum 50. Jubiläum veröffentlichte er 2024 mit OPEN ME, A HIGHER CONSCIOUSNESS OF SOUND AND SPIRIT (Spiritmuse Records) ein neues Album, das seinen Beitrag zur »Great Black Music« manifestiert. Nach seinem umjubelten Konzert beim ÜBERJAZZ Festival 2024 wird El’Zabar erneut live mit vierköpfigem Ethnic Heritage Ensemble auftreten.
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Kassa Overall ist ein US-amerikanischer Drummer, Produzent und Rapper, der mit seiner Mischung aus smoothen Hip-Hop-Beats und Jazz-Drumming bereits zu den Highlights der letzten beiden ÜBERJAZZ-Ausgaben zählte. Sein aktuelles Album CREAM (Warp Records), auf dem u.a. auch ÜBERJAZZ-Künstler*in Tomoki Sanders mitspielt, ist eine vom Jazz geprägte Hommage an Hip-Hop: Auf acht Tracks interpretiert der Grammy-nominierte Musiker Klassiker neu – von Notorious B.I.G.s BIG POPPA über Wu-Tang Clans C.R.E.A.M. bis zu Dr. Dres NUTHIN' BUT A 'G' THANG – und verwischt dabei erneut die Grenzen zwischen Jazz und Rap.
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Die R&B-Sängerin, Produzentin und Multiinstrumentalistin keiyaA wurde 2020 mit ihrem Debüt FOREVER, YA GIRL bekannt, das Pitchfork, Rolling Stone und The Guardian zu den besten Alben des Jahres zählten. Nach einer fünfjährigen Pause meldet sie sich 2025 mit der Single STUPID PRIZES zurück. Spät nachts in ihrem Wohnzimmer in Brooklyn aufgenommen, verbindet der Song introspektive Texte über Verlust, Trauer und Wut mit einem romantisch strahlenden Sample des US-Orchesterkomponisten Percy Faith: ein traumhafter Gefühlsausdruck mit geloopten Melodien über »what it can feel like navigating my internal and external worlds, but also what it feels like being a marginalised person in America«.
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Nelson Brandt ist als Nepumuk/knowsum gleich zwei Künstler in einem: Als Nepumuk schickt er deutsche Worte auf endlose Reisen – Stream-of-Consciousness-Rap, mal schelmisch, mal messerscharf, immer mit Gesellschaftskommentar. Als knowsum dreht er die Welt, singt auf Englisch und verschmilzt Jazz, Indie und Funk zu psychedelischen Loops, die studiohaft, außerirdisch und im Kopf zugleich wirken. Brandt pendelt zwischen Satire und Poesie, zwischen Groove zum Mitwippen und Film im Kopf – Musik darf widersprüchlich sein.
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Die Sängerin, Flötistin und Produzentin Melanie Charles arbeitete u. a. mit Wynton Marsalis, SZA und den Gorillaz zusammen und war eine der großen Überraschungen beim ÜBERJAZZ Festival 2019, wo sie Jazz, Soul und die Roots Music ihrer haitianischen Vorfahren faszinierend zusammenbrachte. Im Trio, das ursprünglich als Hommage an John Coltrane entstand, verbindet die Musikerin aus Brooklyn nun auf kunstvolle Weise Jazz, Soul und R’n’B. Gemeinsam mit Ignabu, Multiinstrumentalist und Produzent (u.a. Macklemore, Pink, Hypnotic Brass Ensemble), sowie Pianist und Produzent Paul Wilson Bae (u.a. SZA, Lauryn Hill, ÜBERJAZZ-Künstler Kassa Overall) präsentiert die Gruppe live Teile ihrer Coltrane-Hommage und Neuinterpretationen. Ihre Auftritte sind Ritual und experimentelle Jam-Session zugleich.
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Dominic Giancarlo Salole aka Mocky ist Multiinstrumentalist, Produzent und Songwriter. Die Liste seiner Kollaborationen ist ebenso lang wie die der Stile, zwischen denen er sich bewegt: Mit Chilly Gonzales und Peaches gründete er die Punkband »The Shit«, bei den legendären Puppetmastaz verlieh er Handpuppen musikalisches Leben, als Produzent und Tourmusiker arbeitet er mit Feist – Grammy-Nominierungen inklusive. Nach mehreren gefeierten Konzerten auf Kampnagel, zuletzt 2017, kehrt er nun mit seinem neuen Album MUSIC WILL EXPLAIN (CHOIR MUSIC VOL. 1) (Stones Throw Records, 2025) zurück: eine Erkundung der menschlichen Stimme als Ausdruck von Echtheit in einer digitalen Welt.
Die in South Carolina lebende Sängerin, Produzentin und Multimediakünstlerin Niecy Blues zählt zu den spannendsten neuen Stimmen zwischen R&B, Ambient und Gospel. Auf ihrem Debütalbum EXIT SIMULATION (Kranky, 2023) verwandelt sie persönliche Erfahrungen von Verlust, Glaube und Selbstsuche in hypnotische Songs zwischen Balladen, Loop-Improvisationen und fließenden Klanglandschaften. »Ein gehaltvolles Statement aus Ambient und opernhaftem R&B, das sich wie nachtblühender Jasmin öffnet« (Pitchfork).
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Die Kölner Band Salomea ist bekannt für ihren genreübergreifenden, experimentellen Sound zwischen Hip-Hop, Jazz, RnB und Electronica. Neben der deutsch-amerikanischen Frontsängerin Rebekka Salomea Ziegler gehören Yannis Anft (Keys), Oliver Lutz (Bass) und Leif Berger (Drums) zum Quartett. Drei Studioalben hat die Band bislang veröffentlicht, zuletzt 2024 GOOD LIFE (Papercup Records). Festivalauftritte führten Salomea u. a. zu CO POP, XJazz, Popkultur Berlin, Jazzablanca, dem Avignon Jazz Festival und zum Reeperbahn Festival.
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Der US-amerikanische Autor, Schauspieler, Regisseur und Musiker Saul Williams gilt als wegweisender Künstler: Mit dem Film SLAM (1998) brachte er die Slam-Poetry-Bewegung international ins Bewusstsein, zudem prägte er die alternative Hip-Hop-Szene und arbeitete mit Janelle Monáe, The Roots, Gil Scott-Heron und Erykah Badu. Bereits 2010 spielte er mit dem Symphoniker Hamburg Orchester auf Kampnagel. Gemeinsam mit seinem langjährigen Freund, dem Produzenten, Percussionisten und Dublab-Mitgründer Carlos Niño, der 2016 das erste Mal beim ÜBERJAZZ Festival auftrat, trägt er seine Poesie live vor. Niño ist bekannt für sein Projekt Carlos Niño & Friends sowie seine Arbeit an André 3000s NEW BLUE SUN. Ihr gemeinsames Album SAUL WILLIAMS MEETS CARLOS NIÑO & FRIENDS AT TREEPEOPLE (International Anthem, 2024) wurde unter freiem Himmel im Coldwater Canyon Park, Los Angeles, aufgenommen.














