

ABSCHLUSS SOMMERFESTIVAL UND MOMENT DES AUFBRUCHS
Die dritte Festivalwoche mit Uraufführungen, Stars und einem Nachtclub auf der Reeperbahn
Das Internationale Sommerfestival 2026 geht in die finale Woche. Premieren, internationale Gastspiele, Konzerte und Kooperationen im Stadtraum rahmen den Abschluss. Mit dem anstehenden Umbau von Kampnagel bei laufendem Betrieb ist es ein Abschluss im doppelten Sinne und zugleich Auftakt für eine Zeit, die sich aufgrund der Baustelle programmatisch anpassen wird.
Gala in der großen Halle
Mit Anspielung zum anstehenden Umbau inszeniert Christoph Marthaler mit einem europäischen All-Star-Ensemble und den Hamburger Symphonikern unter der Leitung von Sylvain Cambreling ERSTE LETZTE SKUNDE – EINE GALA als Weltpremiere. Mit Erinnerungen an monumentale Dekorationen, Show-Ballett, internationale Stargäste, Goldregen, Windmaschinen und vor allem viel subtilem Humor wird die Form der Gala hier zum Theaterstück.
Versteigerung von Kampnagel
Bevor umgebaut wird, wird geräumt: Am letzten Tag des Festivals am 23.08., also kurz vor Beginn des Kampnagel Umbaus, lädt der Kampnagel Förderverein zur Auktion ikonischer Kampnagel Fundstücke ein. Künstlerische Unikate, technische Fundstücke und ikonische Überbleibsel kommen unter den Hammer von Auktionatorin Stefanie Busold.
Internationale Gastspiele und Premieren
Auf der k2 Bühne ist zum ersten Mal in Hamburg der französische Kino- und Theaterstar Vimala Pons mit HONDA ROMANCE zu Gast, das im Pariser Odéon Théâtre de l’Europe wochenlang ausverkauft war. In einer 75-minütigen Tour de Force balanciert sie Satelliten, trotzt Druckluftkanonen und führt durch eine Catwalk-Choreografie mit neun Sänger*innen (Musik: Rebeka Warrior). Ein Abend über den menschlichen Versuch, im Leben das Gleichgewicht zu halten.
Eszter Salamon feiert mit RED, einer farbenfrohen Hommage an die Kabarett- und Schauspielikone Valeska Gert, Weltpremiere am 21.08. Salamon verbindet Tanz, Video, Klang und Text zu sinnlichen Bühnenarbeiten. Aus Gerts antifaschistischen Gedichten, groteskem Bewegungsvokabular und mit viel Farbe entwirft Salamon ein performatives Manifest feministischer Kunstgeschichte – eine Mischung aus Punk-Ästhetik, Choreografie, Malerei und Musik.
Eine weitere Soloperformance zeigt Melanie Jame Wolf mit FINITE JEST. Anhand eigener Krebserfahrungen und Begegnungen mit dem Tod, zeigt sie wie Humor uns helfen kann, die Unvermeidlichkeit des Sterbens erträglich zu machen. Mit Anleihen aus Stand-up-Comedy, Shakespeare und der Figur des Narren zeigt sie eine Arbeit über Trauer, Konventionen und das Leben.
FUTURE TONGUEXXX von Ania Nowak ist eine Überarbeitung von der seit 2018 bestehenden Performance FUTURE TONGUES. Das Stückt behandelt unser Zusammenleben im Zeitalter von Algorithmen und künstlicher Intelligenz. Zwischen Science-Fiction und Sprachkritik entwirft sie ein Plädoyer für den Körper und die zwischenmenschliche Begegnung als radikale Sprache der Zukunft.
Programm im Stadtraum
In der kommenden Spielzeit wird Kampnagel neben der großen Bühne und der performativen Baustelle vermehrt den Stadtraum bespielen. Wer während des Sommerfestivals mit einem feministischen Nachtclub auf der Reeperbahn bereits vorprescht, sind Sibylle Peters und der Hetera Club. Zwischen Eierlikör, Kiez Anekdoten, Dick-Pick Studios, Porträtzeichnungen, Performance und Stand-up eröffnet DICKS Raum um das Verhältnis zu Kunst und Sexarbeit (und dem männlichen Geschlecht) weiter zu denken.
Einer der Höhepunkte im Festivalprogramm ist das letzte Elbphilharmonie Konzert im Programm. Im Großen Saal wird die 81-jährige Musiklegende Arthur Verocai ein exklusives Konzert gemeinsam mit dem Nu Civilisation Orchestra und Gastmusiker*innen wie dem Grammy nominierten brasilianischen Sänger Rogê bestreiten.
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