FAQ zum Umbau

Huch?! Was passiert denn gerade auf Kampnagel?

Kampnagel wird ab der Spielzeit 2026/27 für drei Jahre zukunftsfähig gemacht, bzw. um- und neugebaut. Es entstehen sanierte Veranstaltungsräume, ein neuer »schwebender« Baukörper k7 mit Probenflächen sowie begehbarer Dachterrasse, ein Residenzhaus für Künstler*innen – und ein um 70 % geringerer Wärmeverbrauch. Online findet ihr viele Informationen zu den Plänen. Auf dem Gelände ist also eine große Baustelle.

Heißt das, Kampnagel ist in der Zeit geschlossen?

Nein! Wir spielen währenddessen weiter; Umbau und Betrieb werden natürlich zum Kunstakt und laufen parallel. Die große Halle k6 bleibt während der ersten Bauphase vollständig bespielbar. Internationale Gastspiele, Tanzproduktionen, Konzerte, und Kooperationen – ganz wie gewohnt.

Und was passiert mit den vielen experimentelleren Formaten und den Neuproduktionen Hamburger Künstler*innen?

Wir haben uns bewusst gegen eine feste Ersatz-Spielstätte entschieden. Wir möchten einerseits auf dem Kampnagel-Gelände präsent bleiben und laden deshalb herzlich auf die PERFORMATIVE BAUSTELLE ein.
Andererseits ist die gesamte Performancegeschichte Kampnagels von ortsspezifischer Kunst geprägt – und die Auseinandersetzung mit Räumen interessiert uns sehr. Unter dem Label [K] AND THE CITY machen wir deshalb die Stadt zur Bühne. Wir haben Künstler*innen eingeladen, Produktionen für den öffentlichen Raum, besondere Architekturen, Transformationsorte oder Landschaften zu entwickeln – es gibt Kooperationen mit Hamburger Institutionen, Museen oder Kirchen. Folgt uns!

Was ist denn die PERFORMATIVE BAUSTELLE?

Die Baustelle ist für uns kein nötiges Übel, sondern birgt diskursives Potential. Sie wird nicht versteckt, sondern künstlerisch befragt. Gemeinsam mit raumlabor berlin und Migrantpolitan entsteht unter diesem Titel ein mehrjähriges künstlerisches Forschungsprojekt, das Abriss, Umbau und Übergangszustände als performativen Prozess begreift und sichtbar macht. Es entstehen künstlerische Arbeiten speziell für das Gelände in Transformation. Außerdem inszenieren wir unter dem Titel BIG MOMENTS wichtige Momente im Bauprozess – z.B. den Spatenstich, und rücken etwa die teilentkernte Halle k1 ins Rampen­ licht.

Hilfe, ich finde mich nicht zurecht! Gerade wollte ich mein Ticket abholen und habe stattdessen etwas zu Essen bekommen – stimmt da was nicht?

Auf dem Gelände ist tatsächlich einiges anders als vorher. Die Räume von Alabama Kino und vom Peacetanbul können erst einmal nicht genutzt werden, auch das Foyer ist Teil der Baustelle. Unser Restaurant ist nun im ehemaligen Kassengebäude. Der Eingang zur Halle k6, die Kasse, das neue Foyer und die Garderobe befinden sich nun auf der Rückseite der großen Halle, neben und mit Durchgang zum Peacetanbul. Neue Lagepläne findet ihr online, wir bemühen uns um gute Beschilderung vor Ort!

Und wo ist jetzt das Migrantpolitan?

Das bleibt da, wo es immer war. Gut geschützt von Bauzäunen, als Oase im Baustellenbetrieb. Und natürlich immer noch all welcome!

Baustellen sind aber doch unberechenbar. Wo gibt es denn zuverlässige Informationen?

Wir halten Euch natürlich über das Programm und etwaige Änderungen auf dem Laufenden! Wie gewohnt gibt es unsere verschiedenen Newsletter (erweitert um einen extra Umbaunewsletter), unsere Website und die Social Media-Kanäle. Unser Programmheft erscheint jetzt zweimal im Jahr, dazu gibt es einen Monats-Leporello mit kurzfristigeren Programmdetails. Wir veröffentlichen auch ein Magazin mit Hintergrundinformationen und Diskurs, einen Baustellen-Blog, einen Podcast und einiges mehr.

Und wie barrierefrei ist die Baustelle?

Wir möchten die Zugänglichkeit der Geländesituation und der vielen unterschiedlichen Spielorte so gut wie möglich gewährleisten und über die Gegebenheiten vor Ort detailliert zu informieren. Die Standards, die wir vor Baubeginn erreicht hatten (und die nach Abschluss des Baus um einiges höher sein sollen!), können wir während des Baus vermutlich trotzdem nicht gewährleisten. Bitte informiert Euch sich vor Eurem Besuch über die Gegebenheiten vor Ort und schreibt uns bei Fragen oder Hinweisen gern an.

Ist Kampnagel dann überhaupt noch Kampnagel?

Dein Kampnagel bleibt Dein Kampnagel. Denn ihr wisst ja: 

It's not really a place. It's more a feeling!