

KAMPNAGEL STARTET IN DIE SPIELZEIT 2026/2027
UNDER CREATION. THE SHOW GOES ON.
Drei Jahre Umbau, drei Jahre künstlerische Ausnahmezeit: Kampnagel bleibt offen und macht die Transformation selbst zum Programm. Ab September 2026 beginnt auf Kampnagel einer der größten Umbau- und Sanierungsprozesse der Geschichte des Hauses. Doch statt den Spielbetrieb auszusetzen oder in eine Interimsspielstätte auszuweichen, verwandelt Kampnagel die Baustelle in einen künstlerischen Möglichkeitsraum. Die neue Spielzeit steht unter dem Motto UNDER CREATION. THE SHOW GOES ON. und begreift den Umbau nicht als Unterbrechung, sondern als Teil der künstlerischen Praxis.
»Die kommenden Jahre werden zum Experimentierfeld zwischen Kunst, Architektur und Stadtgesellschaft. Wir öffnen den Prozess, machen Veränderung sichtbar und laden das Publikum dazu ein, den Wandel nicht nur zu beobachten, sondern mitzuerleben. Das ist bisher einzigartig in der Kulturlandschaft«, sagt Intendantin Amelie Deuflhard.
Die Spielzeit entfaltet sich entlang von drei programmatischen Säulen:
DIE GROSSE BÜHNE: K6 ALS ANKER IM WANDEL
Während der ersten Bauphase bleibt mit der Halle k6 die größte Bühne Kampnagels erhalten – wie gewohnt bespielt mit internationalen Gastspiele, großen Tanzproduktionen, Konzerten und Kooperationen. Damit wird die k6 zum Ort der Kontinuität innerhalb eines sich verändernden Hauses – ein Raum für gemeinsame Erfahrungen und künstlerische Großformate. Die ersten Produktionen zeigen bereits die Spannweite der neuen Spielzeit: Der portugiesische Choreograf Marco da Silva Ferreira untersucht in F*CKING FUTURE (05.–08.11.2026) die politischen und sozialen Choreografien einer Gesellschaft im Umbruch, während Christos Papadopoulos (28.–30.01.2027) mit seiner präzisen, hypnotischen Bewegungssprache erforscht, wie Gemeinschaft und kollektive Dynamiken entstehen. Mit Mable Preachs OPERA OF HOPE kehrt eines der eindrucksvollsten Musiktheaterprojekte der vergangenen Jahre auf die Bühne zurück und verbindet Oper, Gospel und politische Utopie zu einer vielstimmigen Erzählung über Hoffnung und Zugehörigkeit.
Im weiteren Verlauf der Spielzeit setzt auch das Hamburger Kammerballett (12.–13.03.2027) seine enge Zusammenarbeit mit Kampnagel fort und präsentiert eine neue Arbeit des Ensembles, das aus einem Solidaritätsprojekt mit geflüchteten ukrainischen Tänzer*innen hervorgegangen ist, gefolgt von Sharon Eyals DELAY THE SADNESS (25.–27.03.2027), deren unverwechselbare Bewegungssprache zwischen Ekstase, Verletzlichkeit und kollektiver Intensität oszilliert.
DIE PERFORMATIVE BAUSTELLE: ARCHITECTURE IN THE MAKING
Darüber hinaus wird die Baustelle erstmals selbst zur Bühne.
Gemeinsam mit Raumlabor Berlin und dem Migrantpolitan entwickelt Kampnagel unter dem Titel PERFORMATIVE BAUSTELLE ein mehrjähriges künstlerisches Forschungsprojekt, das die Sanierung als performativen Prozess versteht. Absperrungen, Bauzäune, Abrissarbeiten und Übergangszustände werden nicht verborgen, sondern in den sogenannten »Big Moments« sichtbar gemacht und künstlerisch befragt.
Internationale und lokale Künstler*innen wie Göksu Kunak, Stefan Kaegi, Hools of Fashion oder Daniel Dominguez Teruel entwickeln Projekte für das Gelände im Wandel. Die Baustelle wird zum Ort für Interventionen, Versammlungen, Symposien, Audiowalks und soziale Skulpturen. Bereits zum Auftakt diskutiert der international einflussreiche Denkende Jack Halberstam die Baustelle als queer-feministischen Raum der Transformation. Die künstlerische Arbeiten bewegen sich zwischen Architektur, Performance und Aktivismus und machen den Umbau selbst zum Material einer neuen Form institutioneller Praxis.
K AND THE CITY: DIE STADT WIRD ZUR BÜHNE
Während sich Kampnagel baulich verändert, erweitert sich zugleich sein Radius.
Unter dem Label »K AND THE CITY« verlagern sich Produktionen in den öffentlichen Raum, in Kooperationen mit Hamburger Institutionen, Nachbarschaften, Museen, Kirchen, Theatern und Stadtteilen. Kampnagel schwärmt aus – und macht die Stadt selbst zur Bühne. Zentrales Projekt dieser neuen Ausrichtung ist KEY TO THE CITY des international renommierten New Yorker Künstlers Paul Ramírez Jonas (feierliche Eröffnung und Schlüsselvergabe: 18.03.2027). Die partizipative Kunstaktion sorgte bereits in New York für internationale Aufmerksamkeit und wird nun erstmals in Deutschland realisiert. Bis zu 15.000 Hamburger*innen erhalten einen Schlüssel, der Zugang zu Orten ermöglicht, die normalerweise verschlossen bleiben – von Institutionen über verborgene Räume. Damit kehrt das Projekt die Logik der Ehrenbürgerschaft um: Nicht einzelne werden ausgezeichnet, sondern eine ganze Stadt wird eingeladen, ihre eigenen Räume neu zu entdecken. KEY TO THE CITY wird zum symbolischen Auftakt von K AND THE CITY und formuliert zugleich den programmatischen Kern der Spielzeit: Fragen nach Zugang, Teilhabe und Öffentlichkeit werden nicht nur verhandelt, sondern praktisch erfahrbar gemacht. Die Stadt wird selbst zum kulturellen Experimentierfeld.
Darüber hinaus entstehen neue Allianzen zwischen Kunst und Stadtgesellschaft: LIGNA entwickelt Audiowalks durch St. Georg (08.–11.10.2026 und 15.–17.10.2026), Meine Damen und Herren mit Gob Squad zeigen ihre neue Arbeit am Thalia Theater (16.–18.10.2026 sowie 05.–06.11.2026), Musiktheater erobert Kirchenräume wie bei Sounding Situations: SECRET SUN in der Kirche St. Gertrud (08.–10.12.2026 und 12.12.2026), und Performances ziehen in Museen, Parks und öffentliche Plätze. Im Rahmen des Nordwind-Festivals (02.–13.12.2026) kommt außerdem das international gefeierte performative Konzert RIOT DAYS von Pussy Riot nach Hamburg – ein radikales Zusammenspiel aus Musik, politischem Aktivismus und dokumentarischer Performance, das weltweit für Aufsehen sorgte.
UNDER CREATION. THE SHOW GOES ON.
Die neue Spielzeit macht den Umbau sichtbar, hörbar und erlebbar. Sie öffnet Prozesse statt Ergebnisse zu präsentieren, schafft neue Räume für Begegnungen und versteht Transformation als künstlerische Praxis. Kampnagel bleibt nicht trotz des Umbaus aktiv – sondern gerade deshalb.
Erste k6-Produktionen ab sofort im Vorverkauf
Mit Veröffentlichung der Spielzeit gehen die ersten Produktionen der Großen Bühne in den Vorverkauf.
05.–08.11.2026
Marco da Silva Ferreira
F*CKING FUTURE
28.11.2026
ORCHESTERKARAOKE
03.-05.12.2026
HIPHOP ACADEMY – GALA
28.–30.01.2027
Christos Papadopoulos
MY FIERCE IGNORANT STEP
25.-27.02.2027
Mable Preach
OPERA OF HOPE
Kontakt für Rückfragen und Akkreditierung
