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Tanz / Theater / Digital

Carolin Jüngst / Lisa Rykena

Rose la Rose

Info

Kostenfrei In deutscher und englischer Sprache Ab dem 27.02. mit englischen und deutschen Untertiteln Mit Audiodeskription Video-Premiere am 25.02 + Als Video on Demand bis zum 07.03. verfügbar.Mit dem Ticketlink können Sie ein freiwilliges Ticket für 5, 10, 20 oder 30 Euro kaufen.

Vergangene Termine

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Hier geht es zu ROSE LA ROSE auf YouTube

Ein Bühnenraum, getaucht in grün-bläuliches Licht. Ein Körper stützt die Arme auf den angezogenen Knien ab, hält das linke Handgelenk mit der rechten Hand, den Kopf hängend und mit Blick nach unten. Ein zweiter Körper liegt lasziv auf der rechten Seite, den Blick auf die rechte hintere Ecke gerichtet. Ein dritter Körper, auf dem Monitor, beugt sich leicht nach rechts, die eine Hand auf der Brust, die Andere kreist langsam das Handgelenk. Ein vierter Körper steht in der Mitte des Raumes. Synchron öffnen sie ihre Arme zu den Seiten. Ein Lächeln erscheint langsam auf ihren Gesichtern. Ihre Münder weiten sich zu großen Löchern. Der Gesang eines Chores ertönt.

In ROSE LA ROSE taucht das Choreographinnen-Duo Rykena/Jüngst zusammen mit den Performer:innen Amelia Cavallo und Tian Rotteveel in die obskure und zugleich erotische Welt von Showkultur und Spektakel. Sie offenbaren deren subversive Potentiale und huldigen dem Dazwischen, der Zeit vor und nach der Enthüllung, vor und nach der Verführung, vor und nach dem Höhepunkt. Das multidisziplinäre Team eröffnet Imaginationsräume, in denen klischeehafte Vorstellungen erotischer Körper hinterfragt und umgeschrieben werden.

Durch den künstlerischen Umgang mit dem Mittel der Audiodeskription, das visuelle Inhalte sprachlich übersetzt, verschränken die sehenden und nicht sehenden Performer:innen zusammen mit der Audiodeskriptorin und Choreografin Ursina Tossi visuelle und auditive Wahrnehmungsräume. In einem parallel stattfindenden analog-digitalen Arbeitsprozess zwischen Amelia Cavallo in London und den anderen Performer:innen in Hamburg befragen sie das (Un-)Sichtbare durch das (Un-)Gesagte und lassen bewusst Lücken in der Wahrnehmung entstehen, in denen das Nicht-Sichtbare hörbar gemacht wird und umgekehrt. Die Bild- und Hörflächen verbinden sich durch die Stimmen und Körper der Performer:innen zu einem Gebilde verflochtener Erzählungen und Interpretationen hybrider Erotik. Körper und Stimmen verschwinden, verzerren, dirigieren, fragen, fordern auf.

Im Anschluss an die Video-Premiere am Do-25.02. findet um 20 Uhr ein Online-Publikumsgespräch statt, an dem Sie aktiv über Zoom, oder als Zuschauer über YouTube teilnehmen können. Mehr Informationen dazu hier.

Rückmeldungen und Fragen vor oder nach der Veranstaltung sind per E-Mail herzlich willkommen an barrierefreiheit@kampnagel.de. Beispiele: Vorher: Wo ist das Video zu finden? Kann ich auch später das Video starten? Wäre ROSE LA ROSE auch für meine 10 jährige Tochter interesssant? Irgendeine Trigger Warnung? Nachher: Ich habe einen guten/schlechten Abend verbracht, weil... Die Veranstaltung hat (nicht) meine Zugangsanforderungen erfüllt, weil... Ich habe noch Fragen an die Künstlerinnen und zwar....

Kampnagel-AD-Newsletter: Wenn Sie in Zukunft keine Veranstaltung mit Audiodeskription auf Kampnagel verpassen möchten, melden Sie sich hier an: barrierefreiheit@kampnagel.de

Blindengerechte Bildbeschreibung

Zwei Körper von oben in bläulich-bronzenes Licht getaucht, auf einem weichen Flokati-Teppich. Sie tragen transparente Trainingsanzüge, ihre Hautfabe ist weiß, sie sind barfuß. Die linke Person stützt die Arme auf den angezogenen Knien ab, hält das linke Handgelenk mit der rechten Hand. Der Kopf fällt zwischen die Beine. Die Person daneben liegt auf ihrer rechten Seite. Die gebeugten Beine übereinander gelagert und aufgestützt auf die Hände, blickt sie nach rechts vorne - über das Bild hinaus. Sie berührt die andere mit ihren Fußspitzen. Die eine bleibt, die andere scheint den Ort im nächsten Moment zu verlassen. Langes dunkles Haar, kein Haar, black mesh auf Haut.

RYKENA/JÜNGST Carolin Jüngst & Lisa Rykena arbeiten seit 2016 als künstlerisches Duo zwischen den Städten München und Hamburg. In ihren Tanzproduktionen streifen sie durch Striplokale, Varietétheater der 20er Jahre, Ovids Metamorphosen oder queere Comic-Conventions und lassen Meerjungfrauen, She Hulks, expressive Arien, samtene Bühnen und Marmor-Daunenjacken aufeinandertreffen. Sie beschäftigen sich in ihrer Arbeit mit queerfeministischen, intersektionalen und Ableismuskritischen Körperdiskursen und der Transformation normativer Kategorisierung von Körpern. Hierfür greifen sie auf klassische, mythologische sowie popkulturelle Stoffe zurück und kreieren daraus neue Figuren, hybride Formen und groteske Verkörperungen mit dem Ziel, stereotype, klischeehafte und heteronormative (Geschlechter) Zuschreibungen aufzulösen. www.rykenajuengst.tumblr.com

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Choreographie, Tanz, Künstlerische Leitung: Carolin Jüngst / Lisa Rykena Dramaturgie: Matthias Quabbe Co-Choreographie, Tanz: Amelia Lander-Cavallo, Tian Rotteveel Access Work: Al Lander-Cavallo Künstlerische Audiodeskription : Ursina Tossi Sound: Konstantin Bessonov Bühne: Lea Kissing Kostüme: Hanna Scherwinski Licht: Ricarda Schnoor Künstlerische Produktion, Presse HH: Stückliesel (Pam Goroncy & Jessica Buchholz) Produktionsassistenz: Sina Rundel Fotografie: Jonas Fischer Filmkonzept und Schnitt: Martin Prinoth Untertitel und Übersetzung : Emma Stenger, Jessica Hughes Beratung Audiodeskription: Nicole Meyer, Torsten Wolfsdorff, Fabienne Portefé

ROSE LA ROSE ist eine Produktion von Carolin Jüngst in Koproduktion mit Kampnagel Hamburg und HochX München.

Diese Produktion wird gefördert durch: Behörde für Kultur und Medien Hamburg, Kulturreferat München, Fonds Darstellende Künste aus Mitteln der Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien, Claussen-Simon-Stiftung, Europe Beyond Access / Programm Kreatives Europa der Europäischen Union.

Mit freundlicher Unterstützung durch: Huckepack Umzüge.