





Chiara Bersani
Michel – The Animals I am
Das Stück entstand aus einem Solo, das Chiara Bersani 2021 kreierte und aufführte. Darin erforscht und adaptiert die Künstlerin, die mit Glasknochenkrankheit lebt, die Codes des klassischen Balletts für einen divergenten Körper. 2022 gab sie das Solo an eine andere Darstellerin weiter, die dieselbe genetische Erkrankung hat. 2025 entwickelte sich das Projekt zu einer Chorversion: Drei Darstellerinnen mit Beeinträchtigungen erweckten „Michel – The Animals I Am“ zum Leben und stellten damit die Annahme in Frage, dass Künstler:innen mit körperlichen Beeinträchtigungen isolierte Ausnahmen seien. Chiara Bersani ließ sich in ihrer Arbeit von der Begabung von Michel Petrucciani inspirieren, dem früh verstorbenen Jazzpianisten mit demselben genetischen Leiden, der oft als Genie gefeiert wurde. Indem ihr Stück Raum für unterschiedliche Körper, neue Ausdrucksformen und Darstellungsweisen schafft, löst es die Vorstellung von Einzigartigkeit auf und stellt die Paradigmen von Tanz und Performancekunst politisch infrage.
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