Martina Priessner

Möllner Briefe

Termine

Dienstag

10.03.26

20:00

Im November 1992 zerstörte der rassistische Brandanschlag von Mölln das Leben von İbrahim Arslan und seiner Familie. Der damals Siebenjährige überlebte, verlor jedoch seine Schwester, Cousine und Großmutter. Hunderte Solidaritätsbriefe an die Stadt Mölln blieben fast drei Jahrzehnte ungeöffnet im Archiv. Der Film erzählt von den Erfahrungen der Überlebenden und macht zugleich die breite gesellschaftliche Solidarität sichtbar, von der die Betroffenen lange nichts wussten. Er verbindet Vergangenheit und Gegenwart und rückt eine erinnernde Perspektive in den Mittelpunkt, die den Stimmen der Opfer Anerkennung und Raum gibt. Der Film feierte 2025 auf der Berlinale Premiere und wurde mit dem Publikumspreis, dem Amnesty-Filmpreis sowie dem Roman Brodmann Preis 2025 ausgezeichnet.