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Tänzer*innen springen in die Luft auf dunkler Bühne mit Kronleuchtern
© Dajana Lothert
Tänzer*innen springen in die Luft auf dunkler Bühne mit Kronleuchtern
© Dajana Lothert

Marrugeku

Jurrungu Ngan-Ga

Eine hochpolitische und bildgewaltige Tanztheater-Überwältigung von einer der weltweit bekanntesten trans-indigenen Companys aus Australien.

Tickets:

44 / 36 / 24 / 14 Euro (erm. ab 9 Euro, 50% erm. mit Festivalkarte)

Vergangene Termine

Deutschlandpremiere

Mittwoch

17.08.22

20:30 Uhr

k6

85 Min.

Publikumsgespräch

Donnerstag

18.08.22

20:30 Uhr

k6

85 Min.

Publikumsgespräch

Freitag

19.08.22

20:30 Uhr

k6

85 Min.

Samstag

20.08.22

20:30 Uhr

k6

85 Min.

Die neuste Arbeit der australischen Company Marrugeku ist ein emotional aufgeladenes Kraftpaket aus Tanz, Klang und Installation. Mit einer expressiven Bandbreite von Traurigkeit über Wut, Widerstand bis zu Freude beschäftigt sich JURRUNGU NGAN-GA (Yawuru für »Klartext«) mit Menschenrechtsverletzungen in der jüngeren Gefängnis-Praxis Australiens, und zieht eine Verbindung zwischen den skandalösen Zahlen indigener Gefangener und der unbefristeten Inhaftierung von Asylsuchenden. Das Stück selbst spielt im »Gefängnis des australischen Geistes« und wurde inspiriert von »Kein Freund außer den Bergen«, einem mit dem renommiertesten Literaturpreis Australiens ausgezeichneten Tatsachenbericht über Exil und Inhaftierung des kurdisch-iranischen Schriftstellers Behrouz Boochani – der am 19.08. aus seinem Buch liest im Rahmen der Diasporic Echoes Reihe. JURRUNGU NGAN-GA ist entstanden durch eine für Marrugeku typische Stück-Entwicklung, bei der aus den unterschiedlichen kulturellen und Community-Erfahrungen des Teams ein interkultureller Tanzprozess entsteht, der angeleitet wird von der Choreografin Dalisa Pigram und der Regisseurin Rachael Swain. Diese so entstandene Gemeinschafts-Arbeit »brennt bei aller Traurigkeitund Wut im Herzen mit wilder, lebensbejahender Leidenschaft.« (The Australian)

Tänzer*innen auf der Bühne
© Dajana Lothert
Tänzer*innen auf der Bühne
© Dajana Lothert
Tänzer*innen auf der Bühne
© Dajana Lothert
Ein indigener Tänzer in blauer Hose und weitem, rosafarbenen Top geht mit gespreizten Beinen leicht in die Knie, die Arme seitlich weit ausgestreckt, sein Mund ist leicht geöffnet.
© Prudence Upton
Tänzer*innen auf der Bühne
© Dajana Lothert
Tänzer*innen auf der Bühne
© Dajana Lothert
Acht Tänzer*innen vor einem blass lila beleuchteten Hintergrund bewegen sich in einer Art Traube auf verschiedenen Raumebenen, manche hockend, manche die Arme weit nach oben gereckt.
© Prudence Upton
Ein Schwarzer Tänzer mit Glatze und kurzem Vollbart steht auf einem Podest, blickt nach oben und macht eine exaltierte Handbewegung, die an einen Opernsänger erinnert. Einige Tänzer*innen stehen im Kreis um ihn herum und schauen zu ihm auf.
© Prudence Upton
Acht Tänzer*innen positionieren sich in einem großen Halbkreis, ihre Beine sind leicht gebeugt und sie strecken ihren Rechten Arm in das Zentrum des Kreises. Der Bühnenraum ist blass grün beleuchtet, von der Decke hängen neun Kronleuchter.
© Prudence Upton
Eine Tänzerin in blauem Hosenanzug und knallrotem Kragen ist halb in die Knie gesunken und blickt nach oben, ihren Mund weit zu einem Schrei aufgerissen. Sie hat glatte, dunkle Haare, die seitlich zu zwei langen Zöpfen geflochten sind.
© Prudence Upton
Die acht Tänzer*innen bewegen sich größtenteils in Bodennähe in einem Halbkreis nach vorne und blicken grimmig, ein Tänzer im Vordergrund formt eine Art Brücke, einen Arm hinter dem Kopf aufgestützt.
© Prudence Upton
Neun Tänzer*innen, manche teilweise verdeckt, stehen in einer Art Traube zusammen, den Blick nach vorne gerichtet. Ihre Gesichter zeigen unterschiedliche Emotionen wie Wut, Überraschung und Freude, zum Teil glänzen Schweißperlen auf ihren Stirnen.
© Prudence Upton
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Von und mit: Czack (Ses) Bero, Emmanuel James Brown, Chandler Connell, Luke Currie-Richardson, Issa El Assaad, Zachary Lopez (ehem.), Macon Riley, Bhenji Ra, Feras Shaheen, Miranda Wheen Konzept: Dalisa Pigram und Rachael Swain mit Patrick Dodson Choreografie: Dalisa Pigram mit Performer*innen Regie: Rachael Swain Dramaturgie: Hildegard De Vuyst Kulturelle Dramaturgie: Behrouz Boochani, Patrick Dodson, Omid Tofighian Musik: Sam Serruys, Paul Charlier And Rhyan Clapham Aka Dobby Sound Design: Sam Serruys, Paul Charlier Bühnenbild: Abdul-Rahman Abdullah Kostüme: Andrew Treloar Licht: Damien Cooper Zusätzliche Choreografie: Krump Army: Stacy Peke aka Red Ladybrui5er Produktionsmanagment & Beleuchter: Aiden Brennan Audiotechnik: Raine Paul Company Managment: Denise Wilson Produktion und Tourmanagement: Natalie Smith

KOPRODUKTION Internationales Sommerfestival Kampnagel und Körber-Stiftung, Carriageworks, Stadt Melbourne durch Arts House

GEFÖRDERT VON der australischen Regierung über den Australia Council, der Regierung von Westaustralien über das Department of Local Government Sport and Cultural Industries, Create NSW, der australischen Regierung über das Indigenous Language and Arts Program, der Nelson Meers Foundation, sowie von der Körber-Stiftung im Rahmen von „Exil Heute-Produktionsresidenzen für Künstler*innen“ von Kampnagel und Körber-Stiftung