Die Performer*innen Patrick Needham, Cecily Campbell und Burr Johnson tanzen auf der Bühne, ihre Arme und Beine sind energievoll und ausdrucksstark nach außen gestreckt.
© Delphine Perrin
Die Performer*innen Patrick Needham, Cecily Campbell und Burr Johnson tanzen auf der Bühne, ihre Arme und Beine sind energievoll und ausdrucksstark nach außen gestreckt.
© Delphine Perrin
Tanz

Trisha Brown Dance Company / Noé Soulier

Glacial Decoy / In the Fall / Son of Gone Fishin’

Tickets:

44 Euro/(erm. 32/22 Euro), 36 Euro/(erm. 20/18 Euro), 24 Euro/(erm.12), 14 Euro/(erm. 9/7 Euro)

Termine

Donnerstag

12.03.26

20:00

Tickets

Freitag

13.03.26

20:00

Tickets

Samstag

14.03.26

20:00

Tickets

Mit drei Stücken, die in einer Zeitspanne von über 40 Jahren entstanden sind, widmen wir der amerikanischen Choreografin Trisha Brown einen Abend, der ihr künstlerisches Schaffen und dessen Fortbestehen nach ihrem Tod im Jahr 2017 in den Blick nimmt. Ihre Arbeiten verbinden choreografische Vielschichtigkeit mit einer beinahe alltäglichen Leichtigkeit und Anmut und bringen ein Stück Tanzgeschichte auf unsere Bühne, das Sie nicht verpassen sollten.

GLACIAL DECOY (1979) ist Trisha Browns erste Choreografie für eine klassische Bühne und markiert zugleich einen Wendepunkt in ihrer Karriere. Das Werk erinnert an einen langen Sommer und ist die erste Zusammenarbeit mit dem bildenden Künstler Robert Rauschenberg, der zahlreiche Kollaborationen mit weiteren Künstler*innen folgten. Rauschenbergs Schwarz-Weiß-Fotografien bilden den Hintergrund für fünf Tänzerinnen, die mit schwingenden, leichtfüßig-kraftvollen und präzisen Bewegungen den Bühnenraum einnehmen. Wie im Tandem – als wären sie in einem gewissen Abstand unsichtbar miteinander verbunden – breiten sich die Tänzerinnen aus, um nur kurz danach wieder zusammenzufinden und betonen dabei die Gegenüberstellung von tänzerischer Freiheit und Abhängigkeit.

Die Einladung im Jahr 2023 an Noé Soulier, ein Stück für die heutige Kompanie zu entwickeln, entsprang dem Wunsch, das Erbe von Trisha Brown durch die Arbeit mit heutigen Choreograf*innen, die sich mit ihrem künstlerischen Vermächtnis identifizieren, in den Mittelpunkt zu rücken. »In the Fall« spürt dem Bewegungsvokabular Browns nach und verbindet es mit Souliers eigenen choreografischen Prinzipien zu einer kraftvollen und berührenden zeitgenössischen Kreation.

Den Abschluss dieses Abends bildet »Son of Gon Fishin’« von Trisha Brown aus dem Jahr 1981. Sie selbst beschreibt diese Choreografie als den Höhepunkt der Komplexität ihrer Arbeit. Es ist ihre erste Arbeit mit Musik, in der die Tänzer:innen eine Gruppenkomposition zur elektronischen und rhythmischen Musik von Robert Ashley bilden. Zwischen Freiheit und Struktur spiegelt die Choreografie die Bandbreite ihrer Arbeitsweise und der Auseinandersetzung mit dem Minimalismus wider.

Trisha Brown Dance Company / Noé Soulier: Glacial Decoy / In the Fall / Son of Gone Fishin’

Die beiden Performer*innen Jennifer Payán und Catherine Kirk befinden sich in einer tanzenden Bewegung, leicht nach vorne gebeugt, auf der Bühne.
© Delphine Perrin
Die Performer*innen Patrick Needham, Cecily Campbell und Burr Johnson tanzen auf der Bühne, ihre Arme und Beine sind energievoll und ausdrucksstark nach außen gestreckt.
© Delphine Perrin
Die Performer*innen Savannah Gaillard, Patrick Needham, Ashley Merker, Burr Johnson, Spencer Weidie und Cecily Campbell tanzen virtuos auf der Bühne, einige befinden sich im Sprung, andere halten sich an den Händen fest.
© Maria Baranova
Die Performer*innen Spencer Weidie und Cecily Campbell befinden sich in einer gemoetrisch wirkenden, abstrakten Tanzpose.
© Maria Baranova
Die Performerin Ashley Merker befindet sich in einem langen weißen, leicht transparenten Kleid auf der Bühne. Sie streckt den einen Arm in die Höhe, das Bein nach vorne und neigt den Kopf gefühlvoll nach hinten.
© Maria Baranova
Die Tänzerinnen Jennifer Payán und Cecily Campbell tanzen ausdrucksstark auf der Bühne. Die eine tanzt im Knie gebeugt, mit nach hintem gestreckten Bein, nach vorne. Die andere schwingt ihren Arm nach vorne und folgt der vorderen Tänzerin.
© Maria Baranova

»Brown war ein Genie, eine wahrhaft außerordentliche Künstlerin.«

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Wiebke Hüster, FAZ

»Browns Tänze – sie schuf etwa einhundert von ihnen zwischen 1961 und 2011 – sind mit mathematischer Strenge gebaut und spielen mit den Gesetzen der Physik, als wäre das kinderleicht. Jede ihrer Choreographien erschafft eine abstrakte, so zuvor noch nicht da gewesene Welt, eine Sphäre, in der phantastische Begegnungen und Gemeinsamkeiten entstehen, mit dem Publikum als glücklichen Zeugen.«

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Wiebke Hüster, FAZ

Glacial Decoy** (1979)**

Choreography: Trisha Brown

Visual Presentation and Costumes: Robert RauschenbergSound: AmbientLighting Design: Beverly Emmons

Premiere: The Children’s Theater, Minneapolis, MN, May 7, 1979

In the Fall (2023)

Choreography: Noé SoulierSound: Florian HeckerLighting Design: Victor Burel and Noé SoulierCostumes: Kaye Voyce

World Premiere: La Quai, Cndc-Angers, France, November 16, 2023

Son of Gone Fishin’ (1981)

Choreography: Trisha Brown

Music: Robert Ashley, Atalanta (Acts of God)

Lighting Design: Beverly Emmons

Lighting Reconstruction: Joe Levasseur

Costume Design: Judith Shea

Costume Reconstruction: Kyle Pearson