Die Performer*innen Patrick Needham, Cecily Campbell und Burr Johnson tanzen auf der Bühne, ihre Arme und Beine sind energievoll und ausdrucksstark nach außen gestreckt.
© Delphine Perrin
Die Performer*innen Patrick Needham, Cecily Campbell und Burr Johnson tanzen auf der Bühne, ihre Arme und Beine sind energievoll und ausdrucksstark nach außen gestreckt.
© Delphine Perrin
Tanz

Trisha Brown Dance Company / Noé Soulier

Glacial Decoy / In the Fall / Son of Gone Fishin’

Tickets:

44/36/24/14 Euro (erm. ab 9 Euro, [k]-Karte ab 7 Euro)

Termine

Donnerstag

12.03.26

20:00

Tickets

Freitag

13.03.26

20:00

Tickets

Samstag

14.03.26

20:00

Tickets

»Brown war ein Genie, eine wahrhaft außerordentliche Künstlerin.«

» «
Wiebke Hüster, FAZ

Im März widmen wir der Choreografin Trisha Brown, eine der einflussreichsten amerikanischen Choreograf*innen des 20. Jahrhunderts und Pionierin des postmodernen Tanzes, einen Abend mit drei Werken aus über 40 Jahren ihres reichen Schaffens. Die als Jahrhunderterscheinung gefeierte Choreografin steht für eine künstlerische Vielschichtigkeit, die die Leichtigkeit des Alltags mit Anmut verbindet.

Brown war Teil des Judson Dance Theater in New York, einem avantgardistischen Kollektiv, das klassische Tanztraditionen hinter sich ließ, Alltagsbewegungen in ihre Choreografien integrierte, Improvisation förderte und Tanz als Konzeptkunst verstand. Die drei Arbeiten die wir zeigen, markieren Wendepunkte in Trisha Browns Karriere, zeigen Höhepunkte und Brüche ihres Stils und machen sichtbar, wie präsent ihr künstlerisches Wirken bis heute ist. Die zweite Arbeit des Abends ist eine Auftragsarbeit des Pariser Choreografen Noé Soulier, der das Cndc (Centre national de danse contemporaine) in Angers leitet. Sie zeigt, wie der Blick auf Trisha Browns Arbeit beweglich bleiben kann.

GLACIAL DECOY (1979) ist Trisha Browns erste Choreografie für eine klassische Bühne und markiert zugleich einen Wendepunkt in ihrer Karriere. Das Werk erinnert an einen langen Sommer und ist die erste Zusammenarbeit mit dem bildenden Künstler Robert Rauschenberg, der zahlreiche Kollaborationen mit weiteren Künstler*innen folgten. Rauschenbergs Schwarz-Weiß-Fotografien bilden den Hintergrund für fünf Tänzerinnen, die mit schwingenden, leichtfüßig-kraftvollen und präzisen Bewegungen den Bühnenraum einnehmen. Wie im Tandem – als wären sie in einem gewissen Abstand unsichtbar miteinander verbunden – breiten sich die Tänzerinnen aus, um nur kurz danach wieder zusammenzufinden und betonen dabei die Gegenüberstellung von tänzerischer Freiheit und Abhängigkeit.

Die Einladung im Jahr 2023 an Noé Soulier, ein Stück für die heutige Kompanie zu entwickeln, entsprang dem Wunsch, das Erbe von Trisha Brown durch die Arbeit mit heutigen Choreograf*innen, die sich mit ihrem künstlerischen Vermächtnis identifizieren, in den Mittelpunkt zu rücken. IN THE FALL spürt dem Bewegungsvokabular Browns nach und verbindet es mit Souliers eigenen choreografischen Prinzipien zu einer kraftvollen und berührenden zeitgenössischen Kreation.

Den Abschluss dieses Abends bildet SON OF GON FISHIN' von Trisha Brown aus dem Jahr 1981. Sie selbst beschreibt diese Choreografie als den Höhepunkt der Komplexität ihrer Arbeit. Es ist ihre erste Arbeit mit Musik, in der die Tänzer*innen eine Gruppenkomposition zur elektronischen und rhythmischen Musik von Robert Ashley bilden. Zwischen Freiheit und Struktur spiegelt die Choreografie die Bandbreite ihrer Arbeitsweise und der Auseinandersetzung mit dem Minimalismus wider.

Es müssen funktionale Cookies akzeptiert werden, um diesen Inhalt zu sehen.
Es müssen funktionale Cookies akzeptiert werden, um diesen Inhalt zu sehen.
Es müssen funktionale Cookies akzeptiert werden, um diesen Inhalt zu sehen.

»Browns Tänze – sie schuf etwa einhundert von ihnen zwischen 1961 und 2011 – sind mit mathematischer Strenge gebaut und spielen mit den Gesetzen der Physik, als wäre das kinderleicht. Jede ihrer Choreographien erschafft eine abstrakte, so zuvor noch nicht da gewesene Welt, eine Sphäre, in der phantastische Begegnungen und Gemeinsamkeiten entstehen, mit dem Publikum als glücklichen Zeugen.«

» «
Wiebke Hüster, FAZ

Trisha Brown Dance Company / Noé Soulier: Glacial Decoy / In the Fall / Son of Gone Fishin’

Die beiden Performer*innen Jennifer Payán und Catherine Kirk befinden sich in einer tanzenden Bewegung, leicht nach vorne gebeugt, auf der Bühne.
© Delphine Perrin
Die Performer*innen Patrick Needham, Cecily Campbell und Burr Johnson tanzen auf der Bühne, ihre Arme und Beine sind energievoll und ausdrucksstark nach außen gestreckt.
© Delphine Perrin
Die Performer*innen Savannah Gaillard, Patrick Needham, Ashley Merker, Burr Johnson, Spencer Weidie und Cecily Campbell tanzen virtuos auf der Bühne, einige befinden sich im Sprung, andere halten sich an den Händen fest.
© Maria Baranova
Die Performer*innen Spencer Weidie und Cecily Campbell befinden sich in einer gemoetrisch wirkenden, abstrakten Tanzpose.
© Maria Baranova
Die Performerin Ashley Merker befindet sich in einem langen weißen, leicht transparenten Kleid auf der Bühne. Sie streckt den einen Arm in die Höhe, das Bein nach vorne und neigt den Kopf gefühlvoll nach hinten.
© Maria Baranova
Die Tänzerinnen Jennifer Payán und Cecily Campbell tanzen ausdrucksstark auf der Bühne. Die eine tanzt im Knie gebeugt, mit nach hintem gestreckten Bein, nach vorne. Die andere schwingt ihren Arm nach vorne und folgt der vorderen Tänzerin.
© Maria Baranova

Glacial Decoy** (1979)**
Choreografie Trisha Brown Visuelle Präsentation und Kostüm Robert Rauschenberg Sound, Ambient Lighting Design Beverly Emmons Premiere The Children’s Theater, Minneapolis, MN, May 7, 1979

In the Fall (2023)
Choreografie Noé Soulier Sound Florian Hecker Lichtdesign Victor Burel and Noé Soulier Kostüm Kaye Voyce Weltpremiere La Quai, Cndc-Angers, France, November 16, 2023

Son of Gone Fishin’ (1981)
Choreografie Trisha Brown Musik Robert Ashley, Atalanta (Acts of God) Lichtdesign Beverly Emmons Licht Rekonstruktion Joe Levasseur Kostümdesign Judith Shea Kostümrekonstruktion Kyle Pearson