

23.April 2026 – 25.April 2026
Liminalities
Performing Arts Festival on Trans Visibility
LIMINALITIES wurde 2025 als internationales und interdisziplinäres Kunstfestival und Plattform für trans* Sichtbarkeit gegründet – und feiert nun ersten Geburtstag!
Dazwischen liegt ein dunkles Jahr: Mit dem globalen Rechtsruck und weltweit erstarkenden Autokratien erleben Nationalismus, White Pride und Patriarchat einen Aufschwung; ideologische Eindeutigkeit wird dabei zum politischen Prinzip. Kritische Kunst schafft Räume, in denen die Welt als gestaltbar erfahren wird. Trans* Menschen verkörpern diese Veränderbarkeit – und geraten gerade deshalb ins Zentrum autoritärer Angriffe: weil ihre Existenz nicht nur aus der binären Geschlechterordnung fällt, sondern jede vermeintlich »natürliche Ordnung« als konstruiert entlarvt, was autokratische Ideologien in ihrem Fundament erschüttert. In den USA wird trans* Leben daher aus Öffentlichkeit, Archiven und Gesundheitsversorgung gedrängt; Project 2025 rahmt es sogar als »nationale Sicherheitsbedrohung«. In Großbritannien normalisiert die TERF-Bewegung über die Bathroom-Debatte Zwangsoutings und Gewalt. Und auch in Deutschland führen demokratische Parteien Angriffe auf das Selbstbestimmungsgesetz, Kampagnen gegen gendergerechte Sprache und fordern trans*Register, was gerade angesichts deutscher Geschichte (Stichwort »rosa Listen«) als antidemokratisches Warnsignal gelesen werden muss!
LIMINALITIES erklärt den Schutz queerer Rechte und trans*Sichtbarkeit daher zur gesamtgesellschaftlichen, demokratischen Aufgabe und heisst Sie und Euch ALLE willkommen zu einem handverlesenen Programm mit internationalen Arbeiten aus Performance, Theater und Bildender Kunst, zu trans* Leben in Vergangenheit, Gegenwart und (potentieller) Zukunft. Geladen sind u.a. Simone Aughterlony (Zürich), Ocean Hester Stefan Chillingworth (Margate), Emma Frankland (Birmingham) und Cassils (NYC). Für extatische Clubnächte verbindet sich Liminalities in diesem Jahr erneut mit dem all trans* Musikfestival TRANSTRONICA unter der Kuration von Saeleen Bouvar. Als Nachklang – unter der Überschrift LIMINALITIES ALLIES – präsentieren Beth Stephens & Annie Sprinkle höchstselbst ihren neuen Film PLAYING WITH FIRE − AN ECOSEXUAL EMERGENCY.







