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© Jackfruit / Hundefreund / The Greatest Sin / House of Living Colours
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Film

BIPoC Film Society

Through our lenses – Filmscreenings

Tickets:

Pay as much as you feel! Alle Eintritte werden gespendet. Wenn Ihr Euer Ticket im Warenkorb habt, könnt Ihr entscheiden, ob ihr das Standard-Ticket (12 Euro), das Money-Saving-Ticket (5 Euro), das Sponsoring-Ticket (20 Euro) oder das Super Deluxe Sponsoring Ticket (50 Euro) über die Ermäßigungsfunktion auswählt. Falls Ihr Euch das Sparticket nicht leisten könnt, schreibt bitte eine Mail an team@queerbcademy.org. Mit einem dieser Tickets könnt Ihr natürlich auch den Rest der Queer B-Cademy am gesamten Wochenende besuchen und müsst nicht mehrere Tickets kaufen!

Info

HIER finden Sie alle aktuellen Informationen und Corona-Regeln für Ihren Besuch. ​Diese Veranstaltung findet mit der 2G+ Regel statt: Zutritt nur für Menschen mit Nachweis einer Corona-Impfung oder -Genesung und tagesaktuellem, negativen Testergebnis (entfällt bei Nachweis der dritten Impfung / "Booster"). Es herrscht keine Maskenpflicht mehr während der Veranstaltung, aber in unserem Foyer und auf den Toiletten herrscht weiterhin FFP2-Maskenpflicht und Abstandsregeln. Wir verkaufen unsere Veranstaltungen weiterhin mit reduzierter Kapazität.

Vergangene Termine

Sonntag

20.03.22

17:00 Uhr

k4

Eine Kuration von BIPoC Filmsociety mit vier Kurzfilmen von QTIBIPoC-Filmemachenden, gefolgt von einem 20-minütigen moderierten Q&A. Die Filme dieser aufstrebenden, in Deutschland lebenden Filmemachenden bieten eine breite Palette von Möglichkeiten, das Filmemachen als transgressives Mittel zum Erzählen von Geschichten zu nutzen. Moderiert von Jesus Fernandez De Castro.

JACKFRUIT von Thùy Trang Nguyễn Das Leben zwischen zwei Welten ist für Mít, welche geschlechtsneutral ist, nichts Neues. Entgegen den Erwartungen von Großmutter Roan und Mutter Mai trifft sich Mít mit Lara. Doch bevor Mít den Mut hat, sich von der Familie zu trennen, wird bei Roan Alzheimer diagnostiziert. Ein Teil deren vertrauten Welt droht wegzubrechen. Wenn Roan vergisst, dann verblassen auch die Erinnerungen an die ferne Heimat Vietnam. Mít muss sich auf die Suche nach der Verbindung zwischen den beiden vermeintlich unvereinbaren Identitäten machen. Thùy Trang Nguyễn wurde 1993 als Kind vietnamesischer Eltern in Berlin geboren. Dey gründete 2012 die Non-Profit-Organisation BERLIN ASIAN FILMNETWORK mit. 2015 und 2017 besuchte dey die Filmhochschule, um Regie, Drehbuch und Filmtheorie zu studieren. Nguyễn arbeitet als Regieassistierende, Film- und Tonaufnahmen editierende und castende Person für fiktionale und nicht-fiktionale Spielfilme in England, Deutschland und Vietnam. Das Ziel derer künstlerischen Arbeit ist es, normative Sehgewohnheiten zu hinterfragen sowie das kulturelle Erbe zu stärken und zu bewahren.

THE GREATEST SIN von Gabriel Stone Hin- und hergerissen zwischen Familie, Religion und Sexualität, leben die meisten Schwarzen, schwulen Männer ihr Leben in ständiger Angst vor Ablehnung, nicht nur durch die Gesellschaft, sondern auch durch ihre Angehörigen. Der Dokumentarfilm THE GREATEST SIN begleitet eine Gruppe Schwarzer, schwuler Männer bei der Bewältigung ihrer vergangenen Traumata, ihrer toxischen religiösen Überzeugungen und ihrer Selbstakzeptanz. Gabriel B. Arrahnio wurde in Kamerun geboren und wanderte im Alter von 13 Jahren mit seiner Familie nach Deutschland ein. Schon bald entdeckte er die Kraft des Filmemachens und brachte sich selbst bei, was er über das Schreiben, Erstellen und Visualisieren eines Films wissen musste. Nachdem er nach Berlin gezogen war und Praktika bei kleinen Filmproduktionsfirmen absolviert hatte, stellte die Agentur Jung von Matt Gabriel ein, wo er fast drei Jahre lang als erster In-House-Regisseur in der Geschichte der Agentur arbeitete. Jetzt auf dem freien Markt, ist Gabriel auf einer Mission, Geschichten zu erzählen, die einen Eindruck bei den Zuschauern hinterlassen.

HUNDEFREUND von Maissa Lihedheb Mit rigoroser Spezifität erforscht der Kurzfilm HUNDEFREUND die Komplexität von Race in Deutschland, indem er die Geschichte von Malik erzählt: einem Schwarzen und queeren Mann Mitte zwanzig. Als wir diesen bei einem Date mit einem weißen Mann erleben, wird Malik gezwungen, sich mit den blinden Flecken und Privilegien der anderen Person auseinanderzusetzen. Dadurch gezwungen seine eigenen Entscheidungen und Wünsche zu hinterfragen, gerät Maliks mentale Verfassung zunehmend aus den Fugen. Während sich das Innenleben des Protagonisten verändert, verändert sich auch der Film selbst, welcher kühn zwischen Komödie, Drama, Charakterstudie und filmischen Experiment oszilliert. Lihedhebs Inszenierung lockt das Publikum in ein scheinbar unbeschwertes Filmerlebnis. Sein subtiler Übergang in dunklere Terrains geschieht so allmählich, dass sich das Erleben des Films fast wie eine Falle anfühlt. Damit gelingt es HUNDEFREUND zu etwas ganz Eigenen zu werden.

HOUSE OF LIVING COLORS von Katrina Singleton Ein kaleidoskopisches, 26-minütiges dokumentarisches Porträt eines der ersten BPoC-Drag-Kollektive Berlins während der Vorbereitungen für ihre Debütshow im Frühjahr und Sommer. Proben, Interviews und Auftritte verschmelzen zu einer blumigen Collage aus Backstage-, Onstage- und Porträtaufnahmen. Katrina Singleton ist eine Filmemacherin und Fotografin, die ursprünglich aus Scarborough, Kanada stammt und jetzt in Berlin lebt. Sie hat sich auf intime und farbenfrohe Porträts spezialisiert und ihre Arbeit reicht von kurzen Dokumentarfilmen bis hin zu redaktionellen Fotoshootings und Musikvideos. Ihr Hauptaugenmerk liegt darauf, die Geschichten von unterrepräsentierten und marginalisierten Gemeinschaften zu erzählen, insbesondere die der afrodeszendenten und karibischen Diaspora. Katrina ist auch Kuratorin für das Berliner Kollektiv BIPoC Film Society, wo sie ausführliche Empfehlungen für Filme von BIPoC-identifizierten Regisseuren beisteuert, und sie hat auch eine After-Show-Diskussion nach der Vorführung des Kollektivs von »Horror Noire« im Oktober 2020 moderiert. Katrinas Filmarbeiten wurden bereits in der Kantine am Berghain, beim Montreal World Film Festival und am Piccadilly Circus gezeigt.