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Coding the Archive

Künstlerische Praxis digitaler Archive, Dokumentation und Erinnerung

Tickets:

Eintritt frei, mit Anmeldung

Info

Ab 16 Jahren empfohlen

Termine

Freitag

23.01.26

17:00

Tickets

Das Format CODING THE ARCHIVE versammelt künstlerische Praxen digitaler Archivierung – von erinnerungskulturellen Projekten bis zur Dokumentation künstlerischer Arbeit. Im Rahmen einer Ausstellung können ab 17:00 auf eigene Faust verschiedene Arbeiten entdeckt und erforscht werden. Ab 18:00 stellen die ausstellenden Künstler*innen ihre Werke in kurzen Präsentationen vor. Um 19:00 gibt es einen Impulsvortrag von Anna Norpoth und Felix Fuhg (eCommemoration / Körber-Stiftung), im Anschluss die Möglichkeit zu Austausch und Chill-Out mit Musik. Moderiert wird der Abend von der Dramaturgin und Kuratorin Jeanne Charlotte Vogt.

ABLAUF:

17:00 - 23:00 Ausstellung
18:00 Moderierte Führung durch die Ausstellung
19:30 Impulsvortrag
20:00 Austausch, Imbiss, Chill Out mit Musik

TÒ SU - Oh Europa! Dangerous Games

Das deutsch-italienische Duo TÒ SU (Martina Mahlknecht & Martin Prinoth) setzt in der Performance OH EUROPA! – DANGEROUS GAMES VR-Technik ein, um die Erinnerung der Protagonist*innen an ihre Fluchtgeschichten auf der Bühne zu rekonstruieren.

Philipp Quast - Hier & Damals

Die Arbeit HIER UND DAMALS befasst sich mit der Rekonstruktion des ehemaligen NS-Gefangenenlagers Kiel-Russee in VR. Sie stellt räumliche Beziehungen zwischen Zeitzeugnissen her und entschlüsselt das historische Ortsgedächtnis.

Oblivia - Moopa (Museum of Oblivias Performing Arts)

Das finnische Performancekollektiv Oblivia feiert ihr 25-jähriges Bestehen mit einem Museum ihrer zahlreichen Performances. Allerdings ist MOOPA kein wirkliches Museum, sondern ein Online-Computerspiel, ein kleines Pointand- Click-Adventure.

Konzept Oblivia, Sebastian Linz, Felix Ludwig
Game Design und visuelle Gestaltung
Felix Ludwig
Programmierung
Jessica Kremnitzer

Spieldauer: 10 bis 25 Minuten | keine besonderen Sprachkenntnisse erforderlich | Empfohlen ab 10 Jahren

Voll:Milch - Nota

Das Performancekollektiv VOLL:MILCH präsentiert das selbstentwickelte digitale Tool NOTA, das Notation, Sortierung, bzw. Anordnung, Präsentation und Archivierung ermöglicht, und das bei der Probendokumentation ebenso zum Einsatz kommt wie als Bühnenwerkzeug.

Fernanda Ortiz - Radical Forever

Die argentinische Choreografin Fernanda Ortiz verbindet in ihren Projekten UNFORGETTABLE, RADICAL DANCE SERIES und BODIES UNDER INFLUENCE künstlerische Praxis und Archiv. Mit den Medien AR, VR und Film arbeitet sie zu Erinnerungskultur sowie postdigitalen und dekolonialen tanzenden Körpern.

Nadine Jessen & Sirwan Ali - Agents of History / Decolonial Gaze / [k]aleidoskop

Unter dem Label »Agents of History« arbeiten die Kampnagel-Kurator*innen Nadine Jessen und Sirwan Ali in verschiedenen Projektteams mit digitalen Technologien unerzählte Geschichten auf, die mit dem Smartphone im Stadtraum via AR erkundet werden können. Die Arbeit BLCK WRK verknüpft historische Fakten mit biografischen Spuren von Schwarzen Arbeiter*innen in Hamburg. STATUES OF RESISTANCE erzählt die Geschichte des antikolonialen Widerstandes in vier fiktionalen Video-Skulpturen. Das interkontinentale Projekt DECOLONIAL GAZE untersucht die Verbindung zwischen Santiago de Chile und der Hansestadt Hamburg, die auf dem Salpeter-Abbau beruht, und macht sie den Nutzer*innen über AR und eine Website zugänglich. Die [k]aleidoskop-App führt ein in die Geschichte der Kampnagel-Fabrik während des Nationalsozialismus und verbindet die überfällige Aufarbeitung mit experimenteller, digitaler Technologie.

Impulsvortrag Anna Norpoth und Felix Fuhg

Anna Norpoth ist Literaturwissenschaftlerin mit Schwerpunkt Materialitäten literarischer Sprache, sozialen Revolutionen und cross-medialem history-telling. Felix Fuhg ist Kurator, Museologe und Historiker, interessiert an Popgeschichte und Formaten des Vergangenheitserlebens. Gemeinsam kuratieren sie das Programm eCommemoration der Körber-Stiftung, das sich mit dem Wandel von Erinnerungskultur im digitalen Zeitalter auseinandersetzt.

Musikalischer Beitrag zum Austausch und Chill-Out

Candid Rütter, Soundkünstler und Multimedia-Komponist aus Hamburg, entwickelt Klangwelten zwischen Clubkultur, Theater und Performance – assoziativ, semi-fiktional, gegenwärtig.