





Marlene Monteiro Freitas
NÔT
Sommerfestivaleröffnung mit der Eröffnungsproduktion des Festival d’Avignon: State of the Art im zeitgenössischen Tanz.
Vergangene Termine
06.08.25
20:15
07.08.25
20:30
08.08.25
20:30
09.08.25
19:00
Kaum ein Name wird mehr mit der Zukunft des choreografischen Theaters assoziiert als der von Marlene Monteiro Freitas: Die 1979 auf den Kapverden geborene Choreografin ist bekannt geworden mit ebenso formstrengen wie expressiven Arbeiten, für die sie u.a. mit dem Silbernen Löwen der Venedig Biennale ausgezeichnet wurde. Ab 2026 ist sie zudem – gemeinsam mit Sommerfestival-Stammgast Florentina Holzinger – für die künstlerische Ausrichtung der Berliner Volksbühne mitverantwortlich.
Nachdem Freitas zuletzt 2020 auf dem Sommerfestival zu Gast war mit ihrer Theatergroteske MAL, zeigt sie nun ihre neuste Arbeit: NÔT — kreolisch für Nacht — ist inspiriert von Scheherazades Geschichte aus "1001 Nacht" wo ein König seine aktuelle Frau täglich umbringen lässt, um am nächsten Tag eine neue zu heiraten. Scheherazade entkommt dem Tod, indem sie dem König immer nachts eine Geschichte erzählt, auf dessen Fortsetzung er in der nächsten Nacht nicht verzichten will. Diese fortwährende Unterbrechung des Erzählens gibt dem Stück seinen Rhythmus: Bis ins Detail durchchoreografiert verwendet Freitas perkussive Festmusik aus Marokko oder die „Die Bauernhochzeit“ von Igor Strawinsky und entwirft einen Reigen an hochenergetischen Szenen, die einen phantasmagorischen Raum öffnen. Wie im kapverdischen Karneval, einer weiteren Inspirationsquelle der Choreografin, verschmelzen hier das Schöne und das Hässliche, das Traurige und das Fröhliche, Traum und Wirklichkeit. Mit ihrem Team aus Musiker-, Tänzer- und Performer*innen legt Marlene Monteiro Freitas so den Blick frei auf eine von Krisen und Kriegen erschütterte Welt, in der die Kunst zum Werkzeug des Überlebens wird.













