Eine Person hängt mit ausgebreiteten Armen kopfüber in Industriehalle.
© Göksu Kunak
Eine Person hängt mit ausgebreiteten Armen kopfüber in Industriehalle.
© Göksu Kunak
Performance

Göksu Kunak

Big Moment #2: Moment vs. Monument

Tickets:

22 Euro (erm. 12 Euro, [k]-Karte 11 Euro)

Termine

Freitag

13.11.26

20:00

/ Tickets bald erhältlich

Samstag

14.11.26

20:00

/ Tickets bald erhältlich

Sonntag

15.11.26

20:00

/ Tickets bald erhältlich

Der physische Abriss wird im zweiten BIG MOMENT selbst zur monumentalen Bühne für ein neues Kapitel der Performance-Geschichte. Im Frühjahr 2027 wird die Halle k1 saniert und in ihre ursprüngliche Größe zurückversetzt. Eingezogene Zwischenwände fallen. Genau dieser Prozess des Abbruchs – geprägt von Staub, Lärm, Dreck und Entkernung – legt die verschiedenen historischen Schichten (»Layers«) des Ortes frei: von der alten Fabrikgeschichte über 40 Jahre Performance-Historie bis hin zur zukunftsgewandten Neuausrichtung. Aus der ehemaligen Bühnen-Blackbox entsteht eine offene Halle für experimentelle Künste mit Tageslicht und Zugang zum Garten. Das Aufbrechen starrer Raumgrenzen macht die Architektur nahbar und verhandelt die Dekonstruktion von Barrieren im Moment ihres physischen Falls. Die baulichen Arbeiten in der k1 hinterlassen eine beeindruckende Kulisse für die Berliner Künstlerin Göksu Kunak. Im Rahmen einer Residenz transformiert Kunak diese Zäsur in eine choreografische und akustische Intervention. Unter dem Arbeitstitel SUSPENSION wird die Baustelle zu einem zeitgenössischen Dispositiv, in dem sich Körper, Arbeit und Begehren gegenseitig produzieren. Kunak nutzt das »Perforieren« – das Schneiden, Öffnen und Besetzen des Raumes – als Methode, um die Architektur temporär zu entmachten und neue soziale Relationen sichtbar zu machen. Mit assoziativen Bildern und einem feinen Gespür für die Konfrontation von Materialitäten wird das erotische Potenzial der Baustelle in eine fragile, aber monumentale Ästhetik übersetzt. Der Abriss wird so zur kraftvollen Metapher für die Dekonstruktion von Männlichkeit.