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© Maxim Paré Fortin
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Performance

Philippe Cyr & Safia Nolin / Théâtre Prospero

SURVEILLÉE ET PUNIE („ÜBERWACHT UND BESTRAFT“)

Info

Ab 16 Jahren. Trigger: Nacktheit, hasserfüllte und gewalttätige Äußerungen, Frauenfeindlichkeit, Fettleibigkeitsfeindlichkeit, Rassismus, Homophobie, Anstiftung zum Selbstmord, Anspielungen auf den Tod sowie Belästigung.

Termine

Mittwoch

09.12.26

20:00

Tickets

Donnerstag

10.12.26

20:00

Tickets

Freitag

11.12.26

20:00

Tickets

Surveillée et punie führt eindrucksvoll vor Augen, wie das eigene Sein und der ihm zustehende Platz zurückerobert werden können. Mit dem Fortgang der Inszenierung erleben wir eine Umkehr der Kräfteverhältnisse. Safia Nolin gesteht sich schließlich das Recht zu, zu existieren, unbeschwert zu sein und das Leben zu genießen. Eine überaus wohltuende Erfahrung.

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Revue Jeu

Die bekannte Singer-Songwriterin Safia Nolin aus Québec, die mit ihrer einzigartigen Stimme, die zugleich rau, verletzlich und radikal ist begeistert, hat zusammen mit dem Regisseur Philippe Cyr Tausende Hasskommentare, die online gegen Nolin gerichtet wurden, in eine kraftvolle musikalische Performance verwandelt, die den Mechanismen öffentlicher Verurteilung ebenso nachspürt wie der Kraft künstlerischer Selbstermächtigung.

SURVEILLÉE ET PUNIE (übersetzt: „Überwacht und bestraft”) wirft damit die drängende Frage auf, welche Bedeutung Meinungsfreiheit hat, wenn sie in Hass und Gewalt umschlägt. Im Zentrum steht Safia Nolin selbst, ihr gegenüber ein großer Chor, der sie mit den gesammelten Hasskommentaren konfrontiert. Getragen von der Musik und der Kraft des Chors kehren sich die feindlichen Kräfteverhältnisse um. Was als öffentlicher Angriff beginnt, endet mit der Rückeroberung von Stimme, Sichtbarkeit und Raum. SURVEILLÉE ET PUNIE ist eine eindringliche Reflexion über die Gewalt von Worten und zugleich eine bewegende Hommage an die Kraft der Kunst, Hass in Gemeinschaft, Solidarität und Handlungsfähigkeit zu verwandeln.

Surveillée et punie, eine von den Hassbotschaften inspirierte Inszenierung über die Anfeindungen, denen Safia Nolin über Jahre ausgesetzt war, hat mich ehrlich beeindruckt. Unter der Regie von Philippe Cyr ist aus diesem erschütternden Material etwas von überraschender Schönheit entstanden.

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La Presse

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Libretto Safia Nolin, Jean-Philippe Baril Guérard Musik Safia Nolin, Vincent Legault Konzeption, Regie Philippe Cyr Dramaturgische Beratung Anne-Marie Voisard Mit Safia Nolin, Debbie Lynch-White und einem Chor Bühnenbild Odile Gamache Lichtdesign Cédric Delorme-Bouchard Regieassistentin Andrée-Anne Garneau Casting John Giffen und der Chœur de Montréal Recherche Ariane Thibault-Vanasse

Eine Produktion von Prospero, in Koproduktion mit l’Homme allumette, Théâtre français du Centre national des Arts (Ottawa), Les Plateaux Sauvages (Paris) in Zusammenarbeit mit dem Théâtre du Trident (Québec)