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Qudus Onikeku / Arnbjörg Maria Danielsen

All Days Of Our Lives

Tickets:

15 Euro (erm. 9 Euro, [k] Karte 7,50 Euro)

Info

in engl. Sprache

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Freitag

08.12.17

20:00

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Programmänderung:

Ein Künstler aus Qudus Onikekus Team hat kein Visum bekommen, deshalb wird die Vorstellung von STILL/LIFE durch die Präsentation ALL DAYS OF OUR LIVES ersetzt. Vorgestellt (in englischer Sprache) wird ein abendfüllender Auszug aus dem aktuellen Probenprozess des nigerianischen Choreografen Qudus Onikeku mit der isländischen Regisseurin Arnbjörg Maria Danielsen. Ihre erste gemeinsame Produktion, ALL THE DAYS OF OUR LIVES, wird 2018 Premiere haben. Im Anschluss an die Performance diskutieren die Künstler*innen zum Festival-Auftakt über ihren Arbeitsprozess, über Machthierarchien des globalen Kunstmarktes, Virtuosität als Form und die scheinbar (un)auflösbaren Grenzen zwischen Süd und Nord. Moderiert wird die Diskussion von Matthias Mohr, Dramaturg und Kurator bei PACT Zollverein in Essen und dem norwegischen Theaterwissenschaftler Knut Ove Arntzen.

Zu Beginn des Festival Nordwind treffen zwei Künstler*innen und ihre Arbeitsweisen aufeinander: In Kooperation mit Nordwind entwickeln der berühmteste Choreograf Nigerias Qudus Onikeku und die isländische Regisseurin Arnbjörg María Danielsen zur Zeit die Arbeit ALL DAYS OF OUR LIVES, die im Sommer bei einer gemeinsamen Residenz in Grönland begonnen hat. Ihre tanztheatrale Performance spielt mit Elementen des lebendigen Widerstands und blasphemischen Beschwörungsritualen. Es gilt Gewalt und Herrschaftsmethoden des einen über den anderen zu entlarven. Das Stück ruft nicht dazu auf aktiv Widerstand zu leisten, im Gegenteil es ruft zu stillem Verweigern auf. "Es ruft auf zur Reflexion darüber, was Migration und Kolonialisierung aus uns gemacht haben. Da wir zu Menschen wurden, die weltweit unsere Daseinsberechtigung nun mit drastischen Mitteln einfordern. Diese open working session ist eine Aufforderung eine neue eingeschworene Sippe zu gründen, eine Gemeinschaft, die sich Stereotypen wie Vorurteilen verweigert.


»ALL DAYS OF OUR LIVES« von Qudus Onikeku und Arnbjörg Maria Danielsen findet statt im Rahmen von ‚Songs of a melting iceberg – Displaced without moving', ein Projekt im Rahmen von NORDWIND, gefördert aus Mitteln des Hauptstadtkulturfonds Berlin und weiteren Institutionen. In Kooperation mit Kampnagel Hamburg, Silent Green, SAVVY Contemporary, Kunstquartier Bethanien, KW Institute for Contemporary Art, XJAZZ Festival Berlin, Theater der Nationen in Moskau.