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Ein junger Mann mit weißer Perücke und schwarzer Sonnenbrille à la Andy Warhol kniet in betender Haltung vor einem blauen Vorhang, ein heller Lichtspot ist auf ihn gerichtet.
© Bruno Simão
Ein junger Mann mit weißer Perücke und schwarzer Sonnenbrille à la Andy Warhol kniet in betender Haltung vor einem blauen Vorhang, ein heller Lichtspot ist auf ihn gerichtet.
© Bruno Simão

Gus Van Sant

Trouble

Mit seiner ersten Theaterinszenierung schafft der weltbekannte Filmregisseur Gus Van Sant ein schillerndes Portrait von Andy Warhol als Musical auf der Breitbild-Bühne.

Tickets:

24 / 14 Euro (erm. ab 9 Euro, 50% erm. mit Festivalkarte)

Vergangene Termine

Deutschlandpremiere

Mittwoch

24.08.22

20:15 Uhr

k2

90 Min.

Publikumsgespräch

Donnerstag

25.08.22

20:15 Uhr

k2

90 Min.

Freitag

26.08.22

20:15 Uhr

k2

90 Min.

Samstag

27.08.22

19:00 Uhr

k2

90 Min.

Gus Van Sant gilt mit Filmen wie »My Private Idaho« oder »Milk« als Protagonist des New Queer Cinema, der mit feinfühligem Blick die Gefühlswelten von verschlossenen Charakteren erforscht. Mit TROUBLE, ursprünglich als Filmprojekt geplant, hat er sein erstes Theaterstück geschrieben und inszeniert. Es handelt in einer fiktionalen Erzählung von den Anfängen der Pop Art Ikone Andy Warhol und den radikalen Umbrüchen der 60er Jahre und zeigt, wie der junge, schwule Katholik seine fluide Identität als Pop-Künstler entwickelt hat – und dabei bis heute als Mythos nicht fassbar geworden ist. Van Sant nimmt dem Theater gegenüber dieselbe neugierig-unbefangene Beobachterposition ein, mit der Warhol sich der Kunst genähert und Menschen mit der Kamera gefilmt hat. Mit einem (selbst komponierten) Musical wählt er außerdem eine Kunstform, die für ihre oberflächliche Popularität bekannt ist. Und schließlich setzt er Warhols Prophezeiung um, dass in Zukunft alle jungen Menschen berühmt sein und Rollen spielen werden, und lässt neun Anfang 20-jährige Schauspieler*innen aus Portugal bestechende Dialoge und Songs mit Broadway-Geste performen. Die Einfachheit von Van Sants Inszenierung lässt einen Fokus auf Text und Musik zu und vertraut der Freiheit zum ungebrochenen Spiel des jungen Teams. So entsteht ein dichtes, atmosphärisches Porträt eines Künstlers, der mit seinen Ideen zur Vervielfältigung von Bildern und Bildschirmen soziale Medien, Bildproduktion und Selbstinszenierung vorweggenommen hat.

Ein junger Mann in weißem Hemd und hellbraunen Bügelfaltenhosen mit bieder zurückgekämmten Haar und Brille kniet auf der Bühne, ein Bild an die Brust gepresst.
© Bruno Simão
Eine junge Frau mit kurzem, blonden Haar und großen Kreolen trägt einen bauchfreien, rosa-glänzenden Zweiteiler. Sie steht in einem Lichtspot, streckt ihre rechte Hand nach oben, ihr linkes Bein nach hinten angewinkelt.
© Bruno Simão
Eine junge, blonde Schauspielerin liegt lesend auf einer Couch, im Hintergrund ein Andy Warhol Look alike am Telefon, alles ist in violettes Licht getaucht.
© Bruno Simão
Das Foto ist in kaltes Licht getaucht, verschwommen im Vordergrund sind drei Schauspieler*innen zu sehen, einer davon oberkörperfrei und in liegender Position, im Hintergrund spielt ein junger Mann eine weiße E-Gitarre.
© Bruno Simão
Mehrere Schauspieler*innen sitzen um einen stehenden Schauspieler in blauem Hemd und Cowboyhut in einer Wolke aus Trockeneis, im Hintergrund ein großes Portrait einer Frau und flauschig rosaner Flokatiteppich.
© Bruno Simão
Ein Andy Warhol Look alike sitzt niedergeschlagen blickend auf einer Couch, im Hintergrund hängen drei Schauspieler*innen ein Banner auf, alles ist in violettes Licht getaucht.
© Bruno Simão
m Zentrum des Fotos steh ein Andy Warhol Look alike mit leicht geöffnetem Mund, um ihn herum einige Spieler*innen, ihm zugewandt. Einer kniet zu seinen Füßen, andere bedienen eine große Filmkamera.
© Bruno Simão
Auf weißen Bannern im Hintergrund prangt in großen Buchstaben der Name Andy, in einem Bett im Vordergrund liegen zwei Schauspieler*innen, zwei weitere bewegen sich im Hintergrund.
© Bruno Simão
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»A flamboyant and preposterous comedy.«

The New York Times

Text, Musik, Regie: Gus Van Sant Mit: Carolina Amaral, Diogo Fernandes, Francisco Monteiro, Helena Caldeira, João Gouveia, Lucas Dutra, Martim Martins, Miguel Amorim, Valdemar Brito Künstlerische Mitarbeit: John Romão Musikalische Leitung: Paulo Furtado / The Legendary Tigerman Sprachcoach: João Henriques And Pessoa Junior Bühne: José Capela (assistiert von António Pedro Faria mit Bildern von José Carlo Portraits: Bruno Simão Kostüm: Joyce Doret (assistiert von Luana Portella) Licht: Rui Monteiro Sound Design: João Neves Sound-Technik: Rui Antunes Mitarbeit Choreografie: Sónia Baptista Regieassistenz: Teresa Coutinho Stage Manager: Inês Carvalho e Lemos Technische Leitung: Joaquim Madaíl Ausführende Produktion: Filipe Metelo Produktionsleitung: Marta Cavaco

PRODUKTION BoCA Biennial of Contemporary Arts

KOPRODUKTION Internationales Sommerfestival Kampnagel, National Theatre D. Maria II, deSingel, Festival Romaeuropa, Onassis Foundation, La Comédie de Reims, Théâtre de la Cité – CDN Toulouse Occitanie, Teatro Calderón

UNTERSTÜTZUNG Teatro Thalia, Suspenso