Eine Grafik mit zwei abstrakten lila Figuren auf gelbem Hintergrund. Eine Figure hält ein Buch in der Hand, die andere trägt Kopfhörer.
© Ronak Jundi
Eine Grafik mit zwei abstrakten lila Figuren auf gelbem Hintergrund. Eine Figure hält ein Buch in der Hand, die andere trägt Kopfhörer.
© Ronak Jundi
Performative Buchmesse
Diskussion / Gespräch

What’s Reality, anyways?

Spekulatives Schreiben als emanzipativer Möglichkeitsraum

Tickets:

Eintritt frei mit Anmeldung

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Auch im Zoom-Webinar (Link bald hier verfügbar)

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Auch im Live-Stream

Samstag

13.05.23

20:00

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Wir verstehen Speculative Fiction als jede Form kreativen Schreibens, in der die Regeln unserer Realität nicht vollständig, oder auch überhaupt nicht, eingehalten werden - beispielsweise utopische, dystopische und fantastische Literatur, Science Fiction und Geistergeschichten (Definition Sami Schalk). Was diese Regeln sind, wo Realität endet und Fantastisches beginnt, ist natürlich bereits eine politische Frage, deren Beantwortung in der Mainstream-Literatur durch männliche, weiße, neurotypische und westliche Normen geprägt wird. Das Genre der Speculative Fiction wurde aber schon früh auch von marginalisierten Autor*innen benutzt: Anders als die typisch neo-kolonialen oder imperialistischen Narrative zahlreicher erfolgreicher weißer Autoren von Fantasy und Sci-Fi, durchspielten sie Welten, in denen rassistische, ableistische oder sexistische Regeln durch Zeitreisen, Magie, Auflösungen der Grenzen zwischen Natur, Technik und Mensch oder gänzlich anders funktionierende Wege des Zusammenseins ausgehebelt wurden. Im Panel diskutieren wir, warum spekulatives Schreiben kraftvoll ist, welche Tradition das Genre aus marginalisierter Perspektive hat, und was aktuelle queere oder neurodivergente, Schwarze, afro-deutsche oder migrantische Speculative Fiction ausmacht.

Mit Ama Josephine Budge, Patience Amankwah, James A. Sullivan und Marcel Inhoff (Moderation)


Wir freuen uns, wenn ihr zu Hause einen Corona-Schnelltest macht, und auf der Buchmesse in vollen Innenräumen eine Maske tragt. Wer Erkältungssymptome hat: Nehmt anstatt vor Ort doch gern per Zoom an den Diskursveranstaltungen teil.