Hauptmotiv des Live Art Festivals #16 Hitze.Heat. In der Mitte ist eine anzugtragende Person mit einem Fischkopf als Maske dargestellt. Die Farbgebung ähnelt einer Wärmebildkamera.
© Kampnagel
Hauptmotiv des Live Art Festivals #16 Hitze.Heat. In der Mitte ist eine anzugtragende Person mit einem Fischkopf als Maske dargestellt. Die Farbgebung ähnelt einer Wärmebildkamera.
Festival

LIVE ART FESTIVAL #16: Hitze.Heat.

»The Heat is on« oder »Kampnagel on fire«: Live Art #16

Die Welt ist am Brodeln – gesellschaftlich wie klimatisch.

Überhitzte Debatten treffen auf reale Erderwärmung, nationale Abschottung auf globale Krisen. Die Konfliktlinien verhärten sich, während die Temperaturen steigen. Es braucht entschlossene, zukunftsfähige Antworten auf brennende Fragen – und Räume, in denen sie gemeinsam erprobt werden können.

Zum großen Finale vor der Sanierung öffnet Kampnagel alle Hallen – radikal, weit und vielstimmig. Unter dem Motto HITZE.HEAT. wird das Live Art Festival #16 zur Plattform für künstlerische Auseinandersetzung, solidarische Praxis und grenzüberschreitendes Denken. Gerade in der Klimakrise gilt: Wer nur an sich denkt, heizt allen ein.

Für mehrere Tage verwandelt sich Kampnagel in eine gemeinsam begehbare Skulptur. Musik, Video, Performance und Diskussion greifen ineinander und verknüpfen Klima, Gesellschaft und politische Macht.

Fünf künstlerische Positionen, allesamt langjährige Kampnagel-Wegbegleiter*innen, durchmessen das Phänomen Hitze/Heat mit unterschiedlichen Intensitäten und Ästhetiken:

  • Tianzhuo Chen eröffnet in der k6 mit einem Work-in-Progress-Showing seines Werks SUN (AT) – ein energetischer Auftakt zwischen Ritual und Gegenwart, KI und Sonne als Machtfaktor.
  • God’s Entertainment verwandelt die k2 in eine surreale Unterwasserwelt und führt ihre Performance-Serie mit IT’S GETTING HOT IN BIKINI BOTTOM! konsequent weiter – zwischen Pop, Abgrund und Überhitzung.
  • Nesindano »Khoes« Namesis kuratiert künstlerische Positionen aus Namibia, die sich kritisch mit dem »New Green Deal« auseinandersetzen und globale Klimapolitik aus südlicher Perspektive spiegeln.
  • Prof. Dr. Fahim Amir entwickelt mit seinen philiosophischen Gästen in der k1 einen Denkraum, der mithilfe von »forensic ecology« postkoloniale Machtverhältnisse seziert und ökologische Fragen politisch zuspitzt.
  • Und Migrantpolitan lädt in den beheizbaren Pool, um brennende Themen buchstäblich zu verhandeln: Wer kocht wen?

Das Festival versteht sich als offener Parcours. Jede Halle eröffnet eine eigene künstlerische Welt, jede Entscheidung des Publikums formt einen individuellen Weg durch Ästhetiken, Diskurse und Begegnungen. Verweilen oder weiterziehen, eintauchen oder widersprechen – die Dramaturgie entsteht im Gehen. Die Songzeile »Fighting fire with fire« wird zum kuratorischen Prinzip: The Heat is on! Let the Live Art Festival begin.

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