Ende der Förderung für das Bündnis internationaler Produktionshäuser
nach zehnjähriger Erfolgsgeschichte
Das Bündnis internationaler Produktionshäuser wird trotz Rekord-Etat für Kultur und Medien im Jahr 2026 nicht mehr gefördert. Damit endet ein erfolgreiches, bestens evaluiertes Modell der Bund-Land-Kommunen-Kooperation in der Förderung bundesrelevanter Orte der deutschen und internationalen Freien Darstellenden Künste.
Dazu Amelie Deuflhard:
»Die Förderung des Bündnisses internationaler Produktionshäuser hat auch Kampnagel in den vergangenen Jahren eine außergewöhnliche Entwicklung ermöglicht. Dank dieser Mittel konnten wir langfristige künstlerische Vorhaben realisieren, internationale Koproduktionen und internationale Uraufführungen ausbauen und Formate wie »Claiming Common Spaces« entwickeln, die Kunst, Stadt und gesellschaftlichen Diskurs neu miteinander verschränkt haben. Die Bündnisgelder haben Residenzen für Künstler*innen und Produzent*innen geschaffen, Nachwuchsprogramme gestärkt und Räume für künstlerische Forschung geöffnet. Sie haben uns erlaubt, nicht nur Produktionen zu zeigen, sondern neue Arbeitsweisen zu erproben und Netzwerke aufzubauen, die weit in die internationale Szene hineinwirken. Die Strahlkraft des Bündnisses auch international ist enorm.
Gerade weil diese Förderung so viel ermöglicht hat, ist die Entscheidung, sie nicht in den Bundeshaushalt aufzunehmen, ein fatales kulturpolitisches Signal. Sie schwächt ausgerechnet jene Strukturen, die Innovation, Diversität und offene gesellschaftliche Auseinandersetzung tragen. Der Einschnitt gefährdet damit nicht nur künftige künstlerische Vorhaben, sondern auch die gemeinsam aufgebaute kulturelle Infrastruktur, die für eine lebendige, freie Kunstszene unverzichtbar ist.«