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In der dunklen Beleuchtung sind zwei Personen in weißen Kostümen zu sehen, die lange Drähte um ihre Hüften herum ausgebreitet haben. Auf der Bühne stehen mehrere Kanister und Behälter, und im Hintergrund ist eine weiße Leinwand mit schwarzer Schrift.
© Anouk Maupu
In der dunklen Beleuchtung sind zwei Personen in weißen Kostümen zu sehen, die lange Drähte um ihre Hüften herum ausgebreitet haben. Auf der Bühne stehen mehrere Kanister und Behälter, und im Hintergrund ist eine weiße Leinwand mit schwarzer Schrift.
© Anouk Maupu

Gabriela Carneiro da Cunha

Tapajós

Tickets:

22 / 9 (50% erm. mit Festivalkarte)

Info

Portugiesisch, Mundurukú mit deutschen und englischen Übertiteln, sensorische Trigger: starke Dunkelheit, Stroboskoplicht

Vergangene Termine

Deutschlandpremiere

Donnerstag

21.08.25

18:00

Deutschlandpremiere

Freitag

22.08.25

18:00

Deutschlandpremiere

Samstag

23.08.25

18:00

Die interdisziplinäre Künstlerin und Schauspielerin Gabriela Carneiro da Cunha zeigt brasilianische Flüsse als Zeugen von Umweltkatastrophen — mit Performances und Filmen, die auf künstlerischen Langzeitstudien basieren. 2021 präsentierte sie auf dem Sommerfestival ihr Stück Altamira 2042, ein techno-schamanisches Ritual, das den Kampf indigener Völker gegen einen Staudamm im Altamira Fluss und seine Auswirkungen für alle Wesen der Region wirkungsvoll skizzierte. Im Anschluss an diese bis heute weltweit tourende Arbeit zeigt sie nun Tapajós als Deutschlandpremiere beim Sommerfestival und widmet sich darin dem Tapajós, Mutterschaft und der Fotografie. Denn dieser Nebenfluss des Amazonas wird durch illegale Bergbauaktivitäten mit Quecksilber verschmutzt, das wiederum bis Mitte des 19. Jahrhunderts zur Entwicklung von Fotos verwendet wurde und durch das Flusswasser insbesondere Mütter und ihre ungeborenen Kinder vergiftet. Auf der Bühne entwickelt Carneiro da Cunha großformatige Bilder, die über den Fluss, seine Verschmutzung und die Frauen, die für Heilung kämpfen, erzählen: ein Performance- Ritual, das zum Bündnis aller menschlichen und nicht-menschlichen Mütter aufruft, und das Publikum immersiv an Zeug*innenschaft und Widerstand teilhaben lässt.

Eine schwarz-weiß Aufnahme von einer beleuchteten und bewegten Wasseroberfläche.
© Vicente Otavio
Über der Schulter einer Person sind zwei weitere Personen zu sehen, die weiße Ganzkörperanzüge tragen. Sie lächeln und beide haben ein kleines Gerät an der Stirn befestigt. An ihren Hüften sind Gegenstände mit Karabinern befestigt.
© Anouk Maupu
Unter dunkelroter Beleuchtung sind zwei Personen zu sehen, die Ganzkörperanzüge und Gasmasken tragen. Vor ihnen stehen mehrere große quadratische Schalen, in denen Fotos zu liegen scheinen. Die Person vorne kniet, während die dahinter ein Foto hochhält.
© Anouk Maupu
Acht Schwarz-Weiß-Fotografien einer Hütte, von Menschen und Körpern sind auf einer großen Magnettafel angebracht. Davor steht eine Person in einem weißen Ganzkörperanzug und schreibt etwas in schwarzen Großbuchstaben auf die Tafel.
© Anouk Maupu
Unter dem Einfluss eines kleinen gelben Lichts sehen wir eine Person, die Wasser aus einer mit Pflanzen gefüllten Glaskaraffe auf einen Fuß gießt.
© Anouk Maupu
EEine Person in einem weißen Ganzkörperanzug, mit einem Gerät um die Stirn und einem ernsten Gesichtsausdruck, leuchtet mit einer Taschenlampe auf ein Porträtfoto einer vermutlich indigenen Person, die ebenfalls ernst aussieht.
© Anouk Maupu

KONZEPT, REGIE Gabriela Carneiro da Cunha, Rio Tapajós MIT Gabriela Carneiro da Cunha, Mafalda Pequenino STÜCKENTWICKLUNG Sofia Tomic, João Freddi, Vicente Otávio, Mafalda Pequenino, Gabriela Carneiro da Cunha REGIEASSISTENZ Sofia Tomic KOMMUNIKATION Jéssica Lauriano FOTOS Gabriela Carneiro da Cunha, João Freddi, Vicente Otávio FOTOTECHNIK João Freddi, Vicente Otávio TEXTMONTAGE Manoela Cezar, Gabriela Carneiro da Cunha, Sofia Tomic, João Marcelo Iglesias BILDMONTAGE Gabriela Carneiro da Cunha, João Freddi, Marina Schiesari, Sofia Tomic, Vicente Otávio DRAMATURGIE Alessandra Korap, Maria Leusa Munduruku, Ediene Munduruku, Cacica Isaura, Ana Carolina Alfinito, Paulo Basta, Julia Ferreira Corrêa, Rosana Farias Mascarenhas, Dalva de Jesus Vieira, Osmar Vieira de Oliveira, Celiney Eulália de Oliveira Lobato, Rodrigo Oliveira, Mauricio Torres, Eric Jennings ÜBERSETZUNG MUNDURUKU-PORTUGIESISCH Honesio Dace Munduruku TECHNISCHE LEITUNG, LICHT Jimmy Wong LICHT Matheus Espessoto SOUND, VIDEO Michelle Bezerra SOUNDDESIGN Felipe Storino TON, KREATION MULTIMEDIA Bruno Carneiro KOSTÜM Sio Duhi Bühne Sofia Tomic, Ciro Schu, Jimmy Wong AUSSTELLUNGSDESIGN Marina Schiesari BERATUNG Raimunda Gomes Da Silva, Dinah De Oliveira, Tomás Ribas PRODUKTION VOR ORT Carolina Ribas PRODUKTIONSLEITUNG Ariane Cuminale, Yara Ktaish GESAMTPRODUKTIONSLEITUNG Gabi Gonçalves PRODUKTION Corpo Rastreado, Aruac Filmes, Théâtre Vidy-Lausanne, Projeto Margens KOPRODUKTION Internationales Sommerfestival Kampnagel, Vienna Festival (Wiener Festwochen) | Free Republic of Vienna, Festival d’Automne à Paris, Les Spectacles vivants – Centre Pompidou (Paris), Les Halles de Schaerbeek, Kunstenfestivaldesarts, La rose des vents – scène nationale Lille Métropole – Villeneuve d’Ascq / Nextfestival, théâtre Garonne IN ZUSAMMENARBEIT MIT Associação Fotoativa, Clube do Analógico MIT UNTERSTÜTZUNG VON Associação de Mulheres Munduruku Pariri, Associação Sairé PARTNER Associação de Mulheres Munduruku Pariri, Associação Sairé, Associação Fotoativa UNTERSTÜTZUNG, RECHERCHE UND ENTWICKLUNG Manchester International Festival