Gäste vor dem Migrantpolitan unterhalten sich auf dem Gelände.
© Anja Beutler
Gäste vor dem Migrantpolitan unterhalten sich auf dem Gelände.
© Anja Beutler

Migrantpolitan

Art School: Picknicks des Verlernens

Schlüsselbegriffe der zeitgenössischen Künste (wie beispielsweise Cancel Culture, Identitätspolitik, Nachhaltigkeit und kulturelle Aneignung) werden in fünf Lektionen im öffentlichen Raum von internationalen Künstler*innen präsentiert. Die jeweiligen künstlerischen Aktionen setzen sich kritisch mit Machtverhältnissen auseinander, überschreiben den westlichen Kunstkanon oder produzieren antirassistische Gegenerzählungen – denn rassistische Machtstrukturen sind sowohl in den Künsten als auch im öffentlichen Raum etabliert. Es ist also an der Zeit, die Kunstgeschichte und Kunst im öffentlichen Raum rassismuskritisch umzudenken, öffentlich zu verhandeln und neu zu erzählen.
Jede Lektion besteht aus einer Kunstaktion und einem begleitenden PICKNICKS DES VERLERNENS. Das Konzept des Verlernens lenkt die Aufmerksamkeit auf die Komplexität von Lernprozessen, aber auch die Verquickung von Lernen und Bildung mit Macht und Herrschaft. Bei diesen Picknicks werden temporäre Gemeinschaften und neue Allianzen gebildet. Nicht zuletzt ist die Serie der PICKNICKS DES VERLERNENS auch eine Rückeroberung des öffentlichen Raumes – nicht als Konsumzone, sondern als Möglichkeit des Austausches und der gegenseitigen Inspiration.
Von und mit dem Migrantpolitan Art School Team. Gastkünstler*innen: Tianzhuo Chen, Annick Choco, God´s Entertainment, Orgy Punk und Daniel Lie. Die mobile Ausstattung kommt von Hools of Fashion.