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© Gürsel Yildirim
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Theorie / Bildende Kunst

Wandzeitung

Ein persönliches Archiv migrantischen Widerstandes im Hamburg der 90er

Info

Sie müssen keine Maske auf unserem Außen-Gelände tragen. Abstandsregeln müssen eingehalten werden.

Vergangene Termine

Die rassistische und rechte Gewalt in Deutschland steht auf einer historischen Kontinuität und hat aktuell wieder massiv zugenommen. Migrantische, antirassistische, antifaschistische Widerstandsstrukturen halten seit Jahrzehnten mit demokratischer Bildungsarbeit, Aktivismus und künstlerischen Interventionen dagegen. Das von diesen Akteur*innen produzierte Wissen wird gesellschaftliche jedoch stark unsichtbar gemacht. Der Soziologe und Aktivist Gürsel Yildirim besitzt ein großes unveröffentlichtes Archiv antifaschistischen und antirassistischen, selbstorganisierten Widerstandes in Hamburg und darüber hinaus: Fotos von Demos und aus dem Gerichtssaal mit der Minolta-Kamera, Original Flugblätter, Zeitungsartikel, und Plakate. Sie dokumentieren die Kontinuität des Rassismus in Deutschland, aber auch die selbstorganisierten Kämpfe von Hamburger Migrant*innen, Jugendlichen, und Geflüchteten der 90er. Die aktivistischen Statements dieser Zeit haben nicht an Aktualität verloren, und viele der Forderungen wurden bis heute nicht gehört – also tapezieren wir sie wieder in der Stadt, als öffentlich zugängliche Wandzeitung und Einblick in ein persönliches Wissensarchiv.


Redaktion: Gürsel Yildirim Schlussredaktion: Niels Boeing Layout: Annett Schuft Kuration Kampnagel: Alina Buchberger

Gefördert durch die Sozialbehörde Hamburg im Programm Stadt mit Courage, in Koproduktion mit Kampnagel.