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Eine dunkel gekleidete, halb liegende Person schmiert sich Kreide ins Gesicht. Sie trägt weiße Handschuhe und auf dem Kopf weißen Tüll.
© Fabian Hammerl
Eine dunkel gekleidete, halb liegende Person schmiert sich Kreide ins Gesicht. Sie trägt weiße Handschuhe und auf dem Kopf weißen Tüll.
© Fabian Hammerl

MACKENZY BERGILE

Autothérapie: Unbolting Colonial Statues from Our Consciousness




Tickets:

22 / 9 (50% erm. mit Festivalkarte)

Vergangene Termine

Weltpremiere

Donnerstag

07.08.25

18:30

Weltpremiere

Freitag

08.08.25

18:30

Weltpremiere

Samstag

09.08.25

19:30

Wenige Künstler*innen sind in ihrem Schaffen so vielfältig wie Mackenzy Bergile: Der Autodidakt ist Tänzer, Choreograf, Komponist und Autor, arbeitet als Model und Fotograf. Er wirkte unter anderem an Saïdo Lehlouhs Bühnenüberwältigungen EARTHBOUND (Kampnagel 2022) und TÉMOIN (Sommerfestival 2024) als Tänzer, Musiker und Komponist mit und verarbeitet in seinen eigenen Arbeiten die kulturellen Einflüsse seiner Herkunftsländer Haiti und Frankreich. Mit AUTOTHÉRAPIE präsentiert er eine Weltpremiere, die aus seiner intensiv-poetischen Museumsperformance entstanden ist, die er beim vergangenen Sommerfestival zusammen mit der Tänzerin Mayvis William im Spiegelsaal des MK&G präsentierte. In der nun für die Bühne entwickelten Soloarbeit verwebt er Elemente aus Hip-Hop, Jazz, Ballett und traditionellen haitianischen Tänzen zu einer expressiv-sensiblen Bewegungssprache, die Erinnerung, Trance und Widerstand miteinander verbindet.

Die Performance entfaltet sich in Form nicht-linearer Sessions, die Fragmenten von Erinnerung folgen –Spuren afro-diasporischer Kultur, Geschichte und Erfahrungen, die sich über Zeiten, Kontinente und Erzählungen hinweg ziehen. Die Struktur der Arbeit spiegelt eine jahrelange künstlerische Recherche und ein tiefes Interesse an der Frage, wie sich Geschichte somatisch im Körper einschreibt. Inspiriert vom haitianischen Spiralismus, einer literarischen und politischen Denkweise, die Geschichte als zyklisch und vielstimmig begreift, schafft Bergile eine bewegte Topografie von Gewalt, Widerstand und Spiritualität.

Die Silhouette einer gehenden Person ist vor einer Wand zu sehen, auf die eine Strophe von "Ave Maria" projiziert wird. Die Person trägt einen verschleierten Hut, vor der Wand steht eine einsame Holzbank.
© Fabian Hammerl
Der dunkel bekleidete Performer sitzt mit weißer Kopfbedeckung auf der Bank vor der Wand auf der eine Strophe von "Ave Maria" zu sehen ist.
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Der Performer steht im violetten Badeanzug und in angespannter Pose mit dem Rücken zur Kamera. Vor ihm steht auf dem Boden eine Maria-Figur, hinter ihm steht auf der Wand der folgende Text: "a fractured continent rising again through words".
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Der halb liegende Performer im violetten Badeanzug stützt sich auf einer Hand ab. Die andere Hand hält er abweisend in die Luft, sein Blick Richtung Boden wirkt unzufrieden.
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Der Performer hält den ausgestreckten Zeigefinger zwischen den Augenvor sich in der Luft, die andere Hand an der Hüfte. Sein Blick konzentriert sich auf den Zeigefinger.
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Eine dunkel gekleidete, halb liegende Person schmiert sich Kreide ins Gesicht. Sie trägt weiße Handschuhe und auf dem Kopf weißen Tüll.
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Der Performer trägt einen roten Hut, eine kleine Brille mit dünnem gelben Rahmen, weiße Handschuhe, einen knie-langen braunen Rock, beige-karierte Strümpfe und schwarz polierte Loafers. Er ist mit Kreide beschmiert, vor ihm die Maria-Figur.
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Der Performer steht mit dem Rücken zur Kamera im violetten Badeanzug, von dem er nur einen Ärmel auf der Schulter trägt. Vor ihm eine kleine Maria-Figur.
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Der Performer sitzt auf einer Holzbank, ein rotes und ein schwarzes Stück Stoff liegen auf seinen Knien. Unter, hinter und über ihm sind große weiße Flächen. Vor ihm liegt eine umgeworfene Maria-Figur und eine größere schwarze Maria-Figur steht aufrecht..
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Eine Nahaufnahme des Performers, der entschlossen in die Ferne schaut. Zwei weiße Spaghetti-Träger sind auf seinen Schultern zu sehen.
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Der Performer trägt einen weißen Badeanzug und wölbt sich auf den Zehenspitzen nach hinten. Links und rechts von ihm sind zwei dunkle Holzfiguren mit langen Gliedmaßen. Vor ihm trümpft eine Maria-Figur, Jesus im Arm, mit schwarzer Hautfarbe.
© Fabian Hammerl

CHOREOGRAFIE, DRAMATURGIE, TEXT Mackenzy Bergile PERFORMANCE Mackenzy Bergile KÜNSTLERISCHE MITARBEIT Inès Mauricio LICHTDESIGN Eduardo Abdala KOSTÜM Isaac Sanka

PRODUKTION collectif FAIR-E / CCN de Rennes et de Bretagne, gefördert durch das Kulturministerium (Direction régionale des Affaires culturelles / Bretagne), die Stadt Rennes, die Region Bretagne und das Département Ille-et-Vilaine KOPRODUKTION Internationales Sommerfestival Kampnagel, CCN de Tours / Thomas Lebrun und CCN d'Orléans / Collectif ÈS (im Rahmen des Accueil-studio), Fonds Transfabrik - deutsch-französischer Fonds für die darstellende Kunst UNTERSTÜTZUNG Aide au projet - Ministère de la Culture (Direction régionale des Affaires culturelles / Bretagne), Aide à l'accueil en résidence artistique - Ville de Rennes.