





MACKENZY BERGILE
Autothérapie: Unbolting Colonial Statues from Our Consciousness
Bühnenarbeit über die kollektive Geschichte kolonisierter Körper.
Vergangene Termine
07.08.25
18:30
08.08.25
18:30
09.08.25
19:30
Wenige Künstler*innen sind in ihrem Schaffen so vielfältig wie Mackenzy Bergile: Der Autodidakt ist Tänzer, Choreograf, Komponist und Autor, arbeitet als Model und Fotograf. Er wirkte unter anderem an Saïdo Lehlouhs Bühnenüberwältigungen EARTHBOUND (Kampnagel 2022) und TÉMOIN (Sommerfestival 2024) als Tänzer, Musiker und Komponist mit und verarbeitet in seinen eigenen Arbeiten die kulturellen Einflüsse seiner Herkunftsländer Haiti und Frankreich. Mit AUTOTHÉRAPIE präsentiert er eine Weltpremiere, die aus seiner intensiv-poetischen Museumsperformance entstanden ist, die er beim vergangenen Sommerfestival zusammen mit der Tänzerin Mayvis William im Spiegelsaal des MK&G präsentierte. In der nun für die Bühne entwickelten Soloarbeit verwebt er Elemente aus Hip-Hop, Jazz, Ballett und traditionellen haitianischen Tänzen zu einer expressiv-sensiblen Bewegungssprache, die Erinnerung, Trance und Widerstand miteinander verbindet.
Die Performance entfaltet sich in Form nicht-linearer Sessions, die Fragmenten von Erinnerung folgen –Spuren afro-diasporischer Kultur, Geschichte und Erfahrungen, die sich über Zeiten, Kontinente und Erzählungen hinweg ziehen. Die Struktur der Arbeit spiegelt eine jahrelange künstlerische Recherche und ein tiefes Interesse an der Frage, wie sich Geschichte somatisch im Körper einschreibt. Inspiriert vom haitianischen Spiralismus, einer literarischen und politischen Denkweise, die Geschichte als zyklisch und vielstimmig begreift, schafft Bergile eine bewegte Topografie von Gewalt, Widerstand und Spiritualität.












